„Ich habe selbst in den letzten Monaten immer wieder gesagt, dass ich niemals ausschließe, dass eine deutsche Beteiligung bei der Absicherung stattfindet. Und es kommt aber immer wieder da drauf an, wie die denn aussieht“, sagte Miersch dazu.
Das bilaterale Sicherheitsabkommen zwischen der Ukraine und den USA steht laut Präsident Wolodymyr Selenskyj kurz vor dem Abschluss mit US-Präsident Donald Trump. Bei Treffen von Vertretern beider Länder am Mittwoch in Paris seien „komplexe Fragen“ des Rahmenwerks zur Beendigung des Krieges erörtert worden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. „Wir gehen davon aus, dass die amerikanische Seite mit Russland in Kontakt treten wird, und wir erwarten eine Rückmeldung, ob der Aggressor wirklich bereit ist, den Krieg zu beenden.“
Russland hat eindringlich vor der Stationierung ausländischer Soldaten in der Ukraine gewarnt. In diesem Fall würden die ausländischen Truppen und ihre Ausrüstung als „legitime militärische Ziele“ der russischen Armee betrachtet, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau. „Diese Warnungen wurden mehrfach auf höchster Ebene wiederholt und bleiben weiter gültig“, fügte die Außenamtssprecherin hinzu.
In ihrer Erklärung wurden die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten als Kriegstreiber kritisiert. „Die neuen militaristischen Erklärungen der sogenannten Koalition der Willigen und des Regimes in Kiew begründen eine echte ‚Kriegsachse'“, erklärte Sacharowa. Die Pläne dieser Länder seien „gefährlich“ und „zerstörerisch“.
Bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris am Dienstag hatte eine internationale Schutztruppe zur militärischen Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine Form angenommen. Bei dem Treffen unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die Ukraine eine Erklärung, die dem Einsatz ausländischer Truppen in dem angegriffenen Land eine Grundlage gibt. Für Deutschland stellte Bundeskanzler Friedrich Merz die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf Nato-Boden nahe der Grenze.