Schnee, Eis und Streusalz

Sturmtief „Elli“ im Anmarsch: Wie gut ist der Winterdienst vorbereitet?

08.01.2026 – 15:57 UhrLesedauer: 2 Min.

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Winterdienst mit Schneepflug und Streusalz (Symbolbild): Auch für Hannover ist ein schneereicher Freitag angesagt. (Quelle: Christian Charisius/dpa/dpa-bilder)

Hannoveraner müssen sich am Freitag auf Schnee und Glätte einstellen. Ist der Winterdienst der Stadtreinigung vorbereitet?

Ein Sturmtief ist auf direktem Weg nach Mitteleuropa und bringt am Freitag Schnee und Glatteis mit, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. „Sturmtief ‚Elli‘ übernimmt die Regie in einem echten Wetterkrimi“, kündigt Adrian Leyser Sturm vom DWD an.

Und zwar auch in Hannover. Der DWD warnt in der niedersächsischen Landeshauptstadt für Freitag in der Zeit zwischen 2 und 12 Uhr vor Schneeverwehung, da starker Wind auf Neuschnee trifft. Für Freitag und Samstag prognostiziert er Schneemengen zwischen 10 und 15 Zentimeter. Zudem werde es vielerorts glatt.

Auf den Winterdienst der Stadtreinigung kommt somit vermutlich wieder einiges zu. Reicht nach dem vergangenen schneereichen Wochenende überhaupt noch das Streusalz? Schließlich ist viel zu tun, die Beschäftigten müssen sich um rund 420 Kilometer Straße, 52 Kilometer Gehwege, 250 Kilometer Radwege, 3.800 Fußgängerüberwege, 645 Behindertenparkplätze und etwa 2.000 Kilometer an Nebenstraßen im Stadtgebiet kümmern. Nach Angaben einer Sprecherin der Abfallwirtschaft Region Hannover (Aha) seien die gelagerten Mengen Streusalz nach wie vor hoch. Man sei „für die kommenden Wochen bestens gerüstet“, sagte sie zur Nachrichtenagentur dpa.

Demnach liegen allein an der Zentrale rund 6.000 Tonnen Streusalz und 3.000 Tonnen Splitt für die Gehwege bereit. Zudem werde flüssiges Streumittel durch eine Soleerzeugungsanlage hergestellt. 10.000 Liter pro Stunde seien möglich. Eine Nachlieferung sei kontinuierlich möglich, sodass es eine Knappheit an Streumitteln ausgeschlossen sei.

Am vergangenen Wochenende hatte der Räumdienst auch Kritik einstecken müssen. Bürger beklagten, dass Straßen erst spät geräumt wurden und Gehwege stundenlang glatt waren. Aha verwies darauf, dass der Räum- und Streuplan abgestufte Prioritäten vorsieht. Rund 180 Mitarbeiter der Stadtreinigung waren mit 40 großen und 60 kleineren Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz.