„Wir haben keine Schneemänner gebaut.“ So beschreibt St. Paulis Chef-Trainer Alexander Blessin (52) die aktuellen Trainingseinheiten mit seiner Mannschaft an der winterlichen Kollaustraße. „Wir haben uns immer Zeitfenster gesucht, aber es war schon schwierig.“ Er geht davon aus, dass die Bundesliga-Partie am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Leipzig steigen kann. „Wir wollen spielen, haben keinen Plan B.“
Einen guten Plan wird er benötigen, um mit seinem Team die jüngste Erfolgsserie vor der Winterpause mit vier Pflichtspielen ohne Niederlage (zwei Remis und ein Sieg in der Bundesliga sowie ein Sieg im Pokal) gegen die zuletzt schwächelnden Leipziger (zwei Niederlagen) weiter auszubauen. Und natürlich das passende Personal. Und da gab es gute Nachrichten.
Zwei Personal-News machen Blessin froh
Konkret geht es um Mittelstürmer Martijn Kaars (26/leichte Muskelverletzung) und Linksflitzer Louis Oppie (23/Bluterguss im Oberschenkel), deren Einsatz nach überstandenen Blessuren noch auf der Kippe stand. Blessin: „Beide haben gut mittrainiert, komplett, keine neue Reaktion gezeigt. Es hat sich bei beiden so gut angefühlt, dass ich davon ausgehe, dass beide zur Verfügung stehen.“
Damit fallen nur die Langzeit-Verletzten Andréas Hountondji (23) und David Nemeth (24) aus. Blessin: „Mit Martijn ging das jetzt schneller als gedacht.“ Es sieht sogar nach Startelf für den Niederländer aus. Der Coach: „Weil die Zeit kürzer war, hätte ich kein Problem damit, ihn von Anfang an zu bringen.“
Der japanische Neuzugang Tomoya Ando (26) wird sich dagegen wohl noch etwas gedulden müssen. Blessin: „Er hat es gut gemacht, eine Halbzeit gegen Bremen, aber er braucht noch etwas Zeit. Wir machen jeden Tag mit ihm Videoanalyse. Er ist auf einem guten Weg, aber hat zuvor auch drei Wochen nicht trainiert. Das muss er erst einmal aufholen.“ Zeitnah soll der Defensiv-Kämpfer aber vielleicht schon eine Option in der englischen Woche werden.