Um ein Missverständnis gleich vorweg auszuräumen: Putzige Nilpferde sind die Mumins nicht, auch wenn sie im Aussehen den Flusspferden ähneln – sie sind Trolle! Drollig zwar, aber als solche eben nicht nur lieb und handsam, sondern Wesen, die auch Eigensinn und einen gewissen Zug von Anarchie pflegen. In ihrer Welt, dem Mumintal, in dem sie mit ihren Freunden leben, sind Liebe und Empathie wichtiger als Stellung und Normen, das Zusammenleben ist geprägt von Offenheit und gegenseitiger Verantwortung, vor allem aber von dem Respekt gegenüber den Eigenheiten und der Verschiedenheit des anderen. Wie das Zusammenleben im Großen und Kleinen funktionieren kann, davon erzählen die Geschichten der finnisch-schwedischen Schriftstellerin Tove Janssons und obwohl einige schon vor 80 Jahren geschrieben wurden, treffen sie einen Nerv, der gerade in dieser Zeit blankliegt. Im Literaturhaus München kann man nun in einer Ausstellung tief in diese Muminwelt eintauchen und lernt gleichzeitig eine beeindruckende Künstlerin kennen, der die Freiheit, zu leben, zu lieben und zu arbeiten, wie sie es wollte, alles war.

  • Birgit Müller-Bardorff

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  • Literaturhaus

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  • München

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