Stuttgart – Großalarm nach dem Familienurlaub. Nach dem gigantischen Erfolg seiner Netflix-Doku spricht Rapper Haftbefehl jetzt in einem Videopodcast mit seiner Ehefrau Nina über sein turbulentes Leben und ihre Ehe.

In der ersten Folge von „Nina & Aykut“, die seit Donnerstag auf RTL+ zu sehen ist, spricht das Paar erstmals über einen überraschenden Polizei-Eingriff in ihren eigenen vier Wänden.

Vermummt im Blitzlicht: Rapper Haftbefehl (40, bürgerlich: Aykut Anhan) mit Ehefrau Nina Anhan (34) am 24. Oktober bei einem Premieren-Event zu seiner Netflix-Doku in Berlin

Haftbefehl mit Ehefrau Nina Anhan (34) am 24. Oktober bei einem Premieren-Event zu seiner Netflix-Doku in Berlin. 2010 lernten sie sich auf Facebook kennen, sind seit 15 Jahren ein Paar

Foto: Getty Images

Das SEK sprengte die Eingangstür von Haftis Mutter

„Das war schlimm“, erinnert sich Nina an den Einsatz bei ihnen zu Hause. Das Ganze sei vor vier oder fünf Jahren passiert. Das Paar war gerade aus dem Dubai-Urlaub zurückgekehrt, als es in ihrem Haus und bei Aykuts Mutter zu einem Großeinsatz kam.

Nina erinnert sich: „Wir waren im Ausland und meine 86-jährige Oma hat uns angerufen morgens um fünf oder sechs. ‚Nina, hier ist alles voller Polizei, SEK mit Hunden und allem drum und dran. Aykut erzählt: „Bei mir zu Hause haben sie die Tür gesprengt.“ Und Nina fährt fort: „Die wollten hier auch die Tür sprengen, hätte meine Oma nicht die Tür aufgemacht.“

Nach einem Familienurlaub erwartete Nina und Aykut, hier mit Tochter Aaliah (6) zu Hause eine sehr unschöne Überraschung

Nach einem Familienurlaub erwartete Nina und Aykut, hier mit Tochter Aaliah (6) und Sohn Noah (9), zu Hause eine sehr unschöne Überraschung

Foto: Privat

Nina Anhan: „Die haben die Betten durchwühlt“

Der Einsatz sei ein riesiger Eingriff in die Privatsphäre des Paares gewesen. Mit Helmen und Hunden hätten sie das Haus durchwühlt, sogar die Kinderzimmer. Nina erinnert: „Das war schlimm. Die haben wirklich überall hineingeguckt.“ Sie habe sich damals „sehr machtlos“ gefühlt.

Sie erinnert: „Die haben die Betten durchwühlt, wirklich alles. Die haben in jede Ritze geguckt. Ich fand das echt übel. Wir kommen heim aus dem Urlaub, in unseren safe place. Und dann war alles … Ich war am Ende und habe erstmal geheult. Das war ganz, ganz ekelhaft.“

Nina Anhan ist gelernte Kosmetikerin, inzwischen ist sie selbst als Influencerin erfolgreich.

Nina Anhan ist eigentlich von Grund auf positiv, doch mit ihrem Mann hat die gelernte Kosmetikerin, die inzwischen selbst als Influencerin erfolgreich ist, es nicht immer nur leicht

Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Die Beamten suchten offenbar nach einer Waffe

Aber was war der Grund für den massiven Einsatz? Aykut erklärt: „Weil ich angeblich ’ne Waffe zu Hause hatte, eine Pistole. Aber ich mein, wenn dein Nachbar, oder irgendjemand erzählt, dass du eine Waffe zu Hause hast, dann können die doch nicht gleich deine Tür sprengen? Und das war aber der Fall.“

Fündig sind die Beamten offenbar nicht geworden. Aykut fühlt sich zu Unrecht durchsucht, sagt: „Ich habe ja nichts getan.“ Rechtliche Konsequenzen habe er aber nicht ziehen wollen. Den Einsatz habe er zwar auf Kamera, doch der Rapper erklärt: „Ich bin damit nie zum Anwalt oder so gegangen.“ Nina ergänzt: „Wir haben das einfach so stehen lassen.“

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2013 startete „Haftbefehl“ mit seinem Song „Chabos wissen, wer der Babo ist“ durch. Im letzten Jahr war seine Doku „Babo – Die Haftbefehl-Story“ einer der größten Streaming-Hits des Jahres

Foto: Netflix

Nach Polizeikontrolle musste Haftbefehl in den Knast

Doch erst kürzlich machte Haftbefehl erneut unschöne Polizei-Bekanntschaft, wie er in dem RTL-Podcast erzählt. Auf die Frage, wann er sich zuletzt „machtlos“ gefühlt habe, packt er eine Anekdote aus, die sich am Tage seiner Doku-Veröffentlichung im Oktober ereignet haben soll.

Er erzählt: „Ich fühle mich heute noch machtlos, wenn ich ab und zu schikaniert werde. So wie letztens in Frankfurt.“ Nach einer Polizeikontrolle hätten Beamten ihn mitgenommen, bei ihm Drogen vermutet. „Ich hatte nichts dabei, gar nichts“, erzählt er. „Dann haben die mich mit aufs Revier genommen, mich in den Bunker gesteckt und ich musste mich komplett nackt ausziehen. Ich weiß auch nicht, warum. Wahrscheinlich haben die meine Doku gesehen und dachten, ich habe Kokain dabei oder sowas.“

Nina Anhan zeigt sich emotional: „Wir waren am Ende kein Team mehr.“

Quelle: BILD15.12.2025