Stand: 08.01.2026 20:47 Uhr

Besonders im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns wird es voraussichtlich Freitag früh heftig schneien. Mehrere Fernzugverbindungen und der Schülerverkehr in zwei Landkreisen fallen aus.

Der Deutsche Wetterdienst hat ab Freitagmorgen, 4 Uhr, eine Unwetterwarnung für Mecklenburg-Vorpommern ausgesprochen. Er warnt vor starken Schneeverwehungen. Dies gilt nach bisherigem Stand bis Samstagmorgen 7 Uhr. Laut NDR Wetterexperte Frank Abel könnte der Schnee im Südwesten des Landes könnte bis zu zehn Zentimeter hoch fallen. Wegen starker bis stürmischer Böen könnten sich Schneeverwehungen allerdings bis zu 50 Zentimeter auftürmen. Auch an der Küste kommt es voraussichtlich zu Verwehungen – allerdings ohne Neuschnee. Abel hält es andererseits auch für möglich, dass es am Freitag nur im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns einige Zentimeter schneit.

Ein eingeschneites Schild warnt an einer Straße vor Schnee und Glatteis. (Themenbild)

Das Sturmtief „Elli“ bringt eine Extremwetterlage am Freitag nach MV. Hier alle Meldungen des Livetickers vom Donnerstag.

Wind nimmt nachts zu

In der Nacht zu Freitag wird es demnach mit Tiefstwerten von minus 3 bis minus 10 Grad teils nochmals kälter. Gebietsweise ist leichter Schneefall angekündigt. Der Wind nimmt laut Prognose zu. Erste Windböen und an der Küste stürmische Böen sind vorhergesagt.

Sturmflut in der Lübecker Bucht

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat vor einer Sturmflut an der Ostseeküste am Freitagabend gewarnt. Sie gilt vor allem für die Lübecker Bucht und damit auch für Boltenhagen, Poel und Wismar. Es werden Wasserstände von 1 Meter über Normalnull erwartet. Die Stadt Wismar hat Autorfahrer aufgefordert, ihre Wagen gegebenenfalls aus den hochwassergefährdeten Gebieten der Stadt in Sicherheit zu bringen.

Zugausfälle auf der Linie Rügen-Rostock-Hamburg

Die Bahn schränkt wegen des zu erwartenden Wintereinbruchs den Fernverkehr spätestens am Freitag ein. Das teilte sie auf ihrer Internetseite mit. Auch Mecklenburg-Vorpommern ist betroffen, wo es auf den Verbindungen zwischen Hamburg und Rostock, Hamburg und Stralsund sowie Hamburg und Binz zu Zugausfällen kommen werde. Wer bis zum 7. Januar ein Ticket gekauft hatte, das zwischen Freitag und Sonntag gültig ist, kann seine Reise verschieben oder aber auf einer anderen Strecke zum Ziel fahren. Die Zugbindungen für die Tickets seien aufgehoben. Gegebenenfalls werde der Ticketpreis auch erstattet. Der Regionalverkehr soll – soweit das möglich ist – planmäßig fahren.

Schülerverkehr abgesagt, Fähre eingestellt, Friedhof geschlossen

Der Schülerverkehr findet am Freitag in den Landkreisen Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim nicht statt. Der Unterricht findet dennoch statt. Schülerinnen und Schüler, die es wetterbedingt nicht zu ihren Schulen schaffen, müssen sich abmelden, um als entschuldigt zu gelten. Die Weiße Flotte musste den Fährverkehr von und nach Hiddensee (Landkreis Vorpommern-Rügen) kurzfristig einschränken. Am Donnerstag und am Freitag können die Häfen Neuendorf und Kloster auf Grund von Eisbildung nicht angesteuert werden, teilte die Reederei Hiddensee mit. In Schwerin bleiben zudem am Freitag die Friedhöfe geschlossen.

Langsam fahren Autos und Fahrzeuge bei Schneefall über eine Straße

Im Norden sollen in der Nacht und morgen gebietsweise bis zu 15 Zentimeter Neuschnee fallen. Dazu kommt starker Wind. An vielen Schulen fällt der Unterricht aus.

Zwei Kinder mit einem Schlitten laufen über einen mit Schnee bedeckten Gehweg.

Wegen heftigem Schneefall rechnen beide Landkreise mit Beeinträchtigungen im Straßenverkehr.