Vulkane lodern, Literatur leuchtet: Das Museum Wiesbaden lädt zu einer Führung ein, bei der Natur und Worte gemeinsam Funken schlagen.

Das Museum Wiesbaden öffnet im Januar eine Tür, hinter der Feuerberge rumoren und Geschichten auflodern. Natur trifft auf Literatur heißt die Reihe, in der die Naturhistorische Sammlung zu erzählen beginnt – und zwar mit der Stimme von Menschen, die gern zuhören und weitergeben: Dr. Katharina Schlicht und Fritz Geller-Grimm.

Museum Wiesbaden, kurz gefasst

Führung – Natur trifft Literatur
Eintritt: frei
Wann: Donnerstag, 15. Januar 2026, 18:00 Uhr
Wo: Museum Wiesbaden – Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur, Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden

Schlicht, Germanistin und Anglistin, pirscht sich mit literarischen Texten an die Exponate heran. Sie spürt humorvolle, zärtliche, manchmal verschrobene Blickwinkel auf Tiere, Steine, Fossilien oder Phänomene auf und verbindet sie mit Szenen aus Epochen, die schon längst im Bücherstaub verschwanden. Sie liest, sie lacht, sie legt frei – und die Exponate beginnen zu leben.

Geller-Grimm, Biologe und Buchliebhaber, greift gleich daneben in die Schatzkiste der Museumsbibliothek. Dort liegen Werke, die William Hamilton einst über die feuerspeienden Berge Neapels schleppte oder die Athanasius Kircher mit rasender Feder über den lodernden Vesuv verewigte. Beide Männer reisten im 17. und 18. Jahrhundert direkt in den Krater – und lieferten Bilder, die noch heute glühen. Geller-Grimm holt sie ans Licht, legt sie offen, erzählt, warum sie noch immer einbrennen.

Lady Hamilton schaut vorbei

Natürlich mischt sich auch Lady Hamilton ein – Muse, Modell, Mythos. Wenn Vulkane glühen, bleibt sie selten fern. Die Führung beleuchtet, wie Kunst, Naturbeobachtung und Gesellschaft ein reizvolles Dreieck bildeten, das bis heute prickelt.

Eine Dauerausstellung

Wer tiefer eintauchen will, streift nach der Führung durch die „Ästhetik der Natur“. Die fünf Themenräume – Form, Farbe, Bewegung, Zeit und Wandel – verbinden Kunst und Natur wie zwei alte Bekannte, die sich noch immer überraschen. Hier tanzen Farben, rasen Zeiten, streifen Formen durch Millionen Jahre Evolution.

Die Veranstaltung lädt ein, Köpfe zu öffnen, Horizonte zu kippen und ein wenig Feuer in den Januar zu tragen. Eintritt frei, Staunen inklusive.

Foto – Vulkane Italiens von Petro Fabris Foto: Museum Wiesbaden

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