Ihr kennt dieses Kino-Meisterwerk noch nicht? Oder ihr würdet den Film gerne mal wieder sehen? Dann habt ihr jetzt die Chance, dies ohne Zusatzkosten im Rahmen eures Streaming-Abos bei Amazon Prime Video zu tun.
„Lost In Translation – Zwischen den Welten“ ist ein fantastisches, einfallsreich geschriebenes und umgesetztes Meisterwerk mit zwei großartig aufgelegten Stars – Scarlett Johansson und Bill Murray. Die Tragikomödie von Sofia Coppola („The Virgin Suicides“) schaffte es völlig zu Recht auf unsere Liste der besten Filme aller Zeiten. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik sahnte sie zudem die Höchstwertung von fünf Sternen ab.
Ab sofort können alle Abonnent*innen „Lost In Translation – Zwischen den Welten“ im Rahmen ihres Streaming-Abos ohne Zusatzkosten schauen. Wer kein Abo hat, kann das Meisterwerk für ein paar wenige Euro als Video-on-Demand kaufen oder leihen:
„Lost In Translation“ bei Amazon Prime Video*
Einen kurzen Abriss der Story findet ihr am Ende dieses Artikels. Aber worum geht es in dem Film eigentlich wirklich? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten – nicht einmal für Fans des Leinwand-Geniestreichs. Eine spontane Umfrage unter Freund*innen des Autors dieser Zeilen ergab folgende Ansätze: „um ungewöhnliche Freundschaften“; „um das Finden von Liebe in einer verrückten Welt“; „um das Gefühl der Verlorenheit in einer fremden Kultur“; „um die Entdeckung der Oberflächlichkeit mancher Liebesbeziehungen“; „um spontane Komplizenschaft unter Fremden“; „um den Mut, sich treiben zu lassen“; „um Projektion eigener Gefühle auf andere Personen“; „um tiefe Sinnlichkeit ganz ohne Sex“ oder „um das Finden seines wahren Ichs“.
Uff! Das sind ganz schön viele, ganz schön voneinander abweichende Sichtweisen und Emotionen, die auf ihre Art aber alle nachvollziehbar sind. Es ist selten und deshalb so erfreulich, wenn ein Film bei seinem Publikum dermaßen unterschiedliche Gedanken, Gefühle und Meinungen auslöst.
Es gibt aber auch Aspekte, die offenbar bei so gut wie allen, die „Lost In Translation“ jemals gesehen haben, ähnlich in Erinnerung bleiben. Zum Beispiel die bittersüße Melancholie, die hier auf über 100 Minuten versprüht wird. Oder die faszinierende Chemie, die zwischen der zum Zeitpunkt des 2002er-Drehs gerade erst 17-jährigen Scarlett Johansson und dem damals 52 Jahre alten Bill Murray beziehungsweise ihren Figuren herrscht. Oder die unglaubliche Authentizität der Szenen im Tokioter Park Hyatt Hotel sowie auf den Straßen und anderen Schauplätzen der japanischen Hauptstadt.
Einer der Gründe für die so eindrucksvoll vermittelte Wahrhaftigkeit ist, neben Coppolas Script, ganz praktischer Natur: Chef-Kameramann Lance Acord („Adaption.“) drehte so gut wie alle Szenen ohne zusätzliche Scheinwerfer und nutzte lediglich natürliches Licht. Auch in Sachen Set-Dressing hielt man sich nahezu komplett zurück. Die Schauplätze wirken so greifbar und ungekünstelt, weil sie einfach echt sind. Dazu kommt, dass die Regisseurin ihre Stars oft frei improvisieren ließ, an Locations mitten im Alltag der Mega-Metropole drehte und dabei immer wieder zufällig anwesende Passant*innen miteinsetzte.
Das ist die Story von „Lost In Translation“
Die junge Amerikanerin Charlotte (Scarlett Johansson) ist mit ihrem Ehemann John (Giovanni Ribisi) in Tokio. Der Profi-Fotograf hat allerdings wenig Zeit, um mit ihr etwas zu unternehmen. Hetzt er doch von einem Shooting zum nächsten. Frustriert und gelangweilt, versucht Charlotte die Stadt mit Spaziergängen auf eigene Faust zu erforschen. Doch die japanische Kultur bleibt ihr fremd und sie fühlt sich inmitten Millionen von Menschen einsam.
Dem alternden Schauspieler Bob Harris (Bill Murray) geht es ähnlich. In den USA befindet sich seine Karriere längst auf dem absteigenden Ast. Hier jedoch ist er noch immer ein Superstar. Vom Jetlag schwer gezeichnet, steht er für einen finanziell immens lukrativen, aus seiner Sicht aber reichlich albernen und eigentlich unwürdigen Werbespot für eine lokale Whiskey-Marke vor der Kamera. Bob ist seit über 20 Jahren verheiratet. Doch die fast schon alibihaft geführten, beinahe wortlosen Telefonate mit seiner daheimgebliebenen Gattin machen klar: Das Feuer in der Beziehung ist längst erloschen.
Weil beide nicht schlafen können, kreuzen sich die Wege von Charlotte und Bob eines Nachts an der Bar ihres Nobelhotels. Die zwei sind die letzten Gäste dort und kommen miteinander ins Gespräch. Sofort finden sie einen intellektuellen wie emotionalen Draht zueinander. Nach ein paar Drinks beschließen sie, die für sie so bizarr anmutende Welt Tokios gemeinsam zu erkunden …
Habt ihr schon Scarlett Johanssons erste eigene Regiearbeit gesehen? Im folgenden Artikel stellen wir euch den Film vor, den ihr bereits streamen könnt:
*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf oder beim Abschluss eines Abos über diesen Link erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.