Teheran – Das Mullah-Regime wackelt! Den zwölften Abend in Folge demonstrieren freiheitsliebende Iraner gegen die islamistischen Herrscher, 45 Menschen sollen bereits getötet worden sein. Berichte und Aufnahmen aus dem Land deuten auf eine massive Eskalation der Lage am Donnerstagabend.
Tausende Menschen strömten am Abend auf die Straßen der Hauptstadt Teheran. Videos zeigen große Menschenmassen auf den Straßen. Die Menschen riefen Parolen wie „Tod der Islamischen Republik“ und „Tod dem Diktator“, wie Augenzeugen Reportern der Nachrichtenagentur AP berichteten.

In zahlreichen iranischen Städten kam es am Donnerstagabend zu Protesten
Foto: x.com/Masih Alinejad
Die islamistischen Machthaber reagieren immer brutaler. Ihr Ziel: Die Demonstrationen ersticken und die Menschen einschüchtern!
Ein Mittel: Die Mullahs drehen den Iranern das Internet ab. Die Organisation NetBlocks berichtete am Donnerstag, die iranischen Behörden hätten das Internet gesperrt, das Land befinde sich inzwischen in einem „fast vollständigen landesweiten Internet-Blackout“.
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Twitter
Um mit Inhalten aus Twitter und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.
soziale Netzwerke aktivieren Um eingebettete Inhalte anzuzeigen, ist Ihre jederzeit widerrufliche Einwilligung (über den Schalter oder über “ Widerruf Tracking und Cookies “ am Seitenende) zur Verarbeitung personenbezogener Daten nötig. Dabei können Daten in Drittländer wie die USA übermittelt werden (Art. 49 Abs. 1 lit. a DSGVO). Mit dem Aktivieren des Inhalts stimmen Sie zu. Weitere Infos finden Sie hier.
Die iranisch-stämmige Aktivistin Nazanin Boniadi erklärte dazu auf X: „Das dient zwei Zwecken: 1. Die Koordination im Inland zu unterdrücken. 2. Staatliche Gewalt vor der Welt zu verbergen.“
Doch trotz der Gewalt islamistischer Sicherheitskräfte und perfider Versuche, fremde Mächte – am liebsten Israel – für die Demonstrationen verantwortlich zu machen, erheben sich immer mehr Iraner gegen das Regime. Denn seit Jahren finanzieren die Mullahs islamistische Terroristen und das Atomprogramm, während die Bevölkerung immer ärmer wird. Dabei wird sie zusätzlich von einem so brutalen wie korrupten System aus Geheimdienstlern und Paramilitärs unterdrückt.
Trump warnt Mullahs vor Gewalt gegen Demonstranten
Befeuert werden die Freiheitsproteste von Reza Pahlavi (65), dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Er hatte die Menschen aufgerufen, weiter gegen die Mullahs zu protestieren. Am Donnerstag warnte er die Islamisten vor Gewalt gegen die Bevölkerung: „Ich warne die Islamische Republik, ihren Führer und die Revolutionsgarden: Die Welt und der Präsident der Vereinigten Staaten beobachten Sie genau. Ihre Unterdrückung des Volkes wird nicht unbeantwortet bleiben.“

Ein brennendes Auto in Irans Hauptstadt Teheran
Foto: x.com
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den Mullahs bereits mit Konsequenzen gedroht, falls auf Demonstranten geschossen werde. Am Donnerstag bekräftigte Trump seine Warnung und sagte: „Ich habe ihnen klargemacht, dass wir sie sehr hart treffen werden, falls sie Menschen töten.“
Auch in Täbris im Norden und im religiösen Machtzentrum Maschhad gingen am Donnerstag erneut Massen auf die Straße. Persischsprachige Exilsender zeigten dramatische Bilder: Menschen, die trotz Drohungen und Gewalt nicht mehr schweigen wollen.
Mehr zum Thema„Zusammenbruch des iranischen Regimes scheint heute Abend näher denn je“
Was als Protest gegen explodierende Preise und bittere Armut begann, hat sich zu einer landesweiten Revolte ausgeweitet. Nach Angaben von Beobachtern gab es Demonstrationen in mindestens 50 Städten und Ortschaften, vor allem im Westen des Landes.
Auch interessant
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Die Lage ist bereits jetzt tödlich ernst. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights wurden mindestens 45 Demonstranten getötet, darunter acht Minderjährige. Die iranischen Behörden sprechen bislang von 21 Toten, auch Sicherheitskräfte seien darunter.
Der israelische Iran-Experte Raz Zimmt, der zu den besten des Fachs zählt, erklärte auf X: „Der Zusammenbruch des iranischen Regimes scheint heute Abend näher denn je, hängt aber auch zu einem großen Teil davon ab, dass die Kreise um das Regime das Vertrauen in seine Vitalität und seine Fähigkeit verlieren, mit den ihm zur Verfügung stehenden Repressionsmitteln sein Überleben zu sichern.“