Durch den starken Frost hat sich auf Berlins Gewässern eine Eisschicht gebildet. Doch diese ist nicht tragfähig, warnen Wasserschutzpolizei und Feuerwehr Berlin. „Bislang verhalten sich die Berlinerinnen und Berliner allerdings vorbildlich“, lobt der Sprecher der Berliner Feuerwehr am Donnerstagnachmittag. „Weder gestern noch heute mussten wir zu Rettungseinsätzen auf den Berliner Seen ausrücken.“

Das könnte sich Richtung Wochenende bei weiter anhaltenden Minusgraden allerdings ändern und die Berlinerinnen und Berliner wie schon in den Vorjahren massenhaft auf die Eisflächen locken – auch wenn in Berlin generell keine Eisflächen freigegeben werden und die Wasserschutzpolizei aus diesem Grund auch keine Eisflächen freigibt. In vergangenen Jahren setzte die Polizei sogar Hubschrauber ein, um Menschen im Tiefflug unter anderem von den zugefrorenen Gewässern Müggelsee, Schlachtensee und Krumme Lanke zu vertreiben, weil die Eisdecke gefährlich dünn war.

Auch vor dem Betreten der Gewässer in Brandenburg wird gewarnt. „Trotz der zurückliegenden Frostnächte sollte sich niemand in Sicherheit wähnen! Oftmals trügt der Schein, insbesondere dann, wenn auch noch Schnee auf dem Eis liegt“, teilt der Leiter Wasserschutzpolizei in der Polizeidirektion West in Brandenburg, Heiko Schmidt, mit.

Auch vermeintlich geschlossene Eisdecken nicht sicher

Auch eine vermeintlich geschlossene Eisdecke und starker Frost seien keine Garantie für ein sicheres Betreten. Die Stärke des Eises werde durch viele Faktoren beeinflusst, wie die Fließgeschwindigkeit des Wassers, einfließende Abwässer oder die Schifffahrt.

Wer trotzdem aufs Eis geht, tut dies auf eigene Gefahr – und sollte, so die Polizei Berlin, einige grundlegende Sicherheitsmaßnahmen beachten. „Gehen Sie niemals alleine, in der Dunkelheit oder bei schlechter Sicht auf das Eis!“, lauten die wichtigsten Regeln. Zudem sollten fließende Gewässer wie Spree, Havel, Großer Wannsee, Großer Müggelsee und Tegeler See sowie Eisflächen unter Brücken gemieden werden.

Richtiges Verhalten im Ernstfall

Wenn jemand ins Eis eingebrochen ist, sollten Helferinnen und Helfer bei Rettungsversuchen darauf achten, sich nicht selbst in Gefahr zu bringen. Zuallererst sollten die Feuerwehr über den Notruf 112 oder die Polizei (110) verständigt werden.

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„Versuchen Sie nach Möglichkeit die Rettung vom Ufer, zum Beispiel mit einer Stange, Rettungsleiter, einem Seil oder einem Rettungsring“, rät die Polizei. Falls Helfende sich der Unglücksstelle auf dem Eis nähern müssen, sollten diese sich auf das Eis legen und robben, damit das Gewicht auf eine größere Fläche verteilt wird.