Die endlosen Weiten des Streamings können erschlagend sein. Dementsprechend nervenzehrend gestaltet es sich oft, bis man sich für einen passenden Film entschieden hat. Wir greifen euch unter die Arme und legen euch drei Titel auf Netflix ans Herz.
Ein gemütlicher Abend auf der Couch steht bevor, Netflix soll das perfekte Unterhaltungsprogramm liefern – und doch passiert immer wieder dasselbe: Man kann sich einfach nicht entscheiden, welchen Film man einschalten möchte. Also wird gescrollt und weiter gescrollt, die Stimmung kippt langsam, und irgendwann verrät ein Blick auf die Uhr, dass es eigentlich schon fast zu spät ist, überhaupt noch auf „Play“ zu drücken.
FILMSTARTS möchte solchen frustrierenden Abenden nun ein für alle Mal ein Ende setzen! Jede Woche stellen wir euch drei besonders sehenswerte Filme vor, die sich im riesigen Netflix-Katalog verstecken. So wisst ihr sofort, was heute Abend auf dem Bildschirm laufen sollte. Natürlich haben wir auch in dieser Woche wieder drei Empfehlungen für euch parat. Viel Spaß!
„Wie ein wilder Stier“ (1980)
Jack La Motta (Robert De Niro) zählt in den 1940er- und 1950er-Jahren zu den bekanntesten Boxern seiner Zeit. Bereits als Jugendlicher entdeckt der aus der Lower East Side in New York stammende La Motta seine Leidenschaft für den Kampfsport – und macht sich mit seiner kompromisslosen, brutalen Technik schnell einen Namen. Doch seine Grausamkeit beschränkt sich nicht auf den Ring, auch im Privatleben kann La Motta seine Aggressionen kaum kontrollieren. Das bekommen nicht nur sein Bruder und Manager Joley (Joe Pesci), sondern auch seine Frau Vickie (Cathy Moriarty) immer wieder schmerzhaft zu spüren…
Martin Scorsese („GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia“) hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Meisterwerke geschaffen, doch „Wie ein wilder Stier“ dürfte sein mit Abstand erbarmungslosester Film sein. Das Biopic über Jack La Motta definiert sich – trotz seiner intensiven Boxszenen – weniger als Sportfilm denn als zutiefst verstörendes Charakterporträt eines Mannes, der nur eine Sprache kennt: Gewalt. Robert De Niro liefert in der Hauptrolle womöglich die eindrucksvollste Leistung seiner Karriere ab und bleibt am Ende als aufgedunsenes, einsames Wrack noch lange im Gedächtnis haften.

MGM
Robert De Niro in „Wie ein wilder Stier“
„Das Schweigen der Lämmer“ (1991)
Nach „Wie ein wilder Stier“ erwartet euch auf Netflix mit „Das Schweigen der Lämmer“ gleich der nächste Klassiker-Hammer. Der oscarprämierte Serienkiller-Thriller von Jonathan Demme ist ein fesselndes Musterbeispiel für präzise inszeniertes Spannungskino, das sich ganz auf die Psychologie seiner hervorragend geschriebenen und gespielten Figuren konzentriert – und schließlich in einem Finale gipfelt, bei dem es einem eiskalt den Rücken hinunterläuft.
Im Nordosten der Vereinigten Staaten treibt ein Massenmörder sein grausames Unwesen. Er entführt Frauen, hält sie einige Tage gefangen, ermordet sie anschließend und zieht ihnen die Haut ab. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Die noch in Ausbildung befindliche FBI-Agentin Clarice Starling (Jodie Foster) wird daher zu dem inhaftierten Kannibalen Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) geschickt. Die Hoffnung: Der einst renommierte Psychiater könnte ihnen mit seinem scharfen Verstand helfen, den Killer aufzuspüren…
„Batmans Rückkehr“ (1992)
Nach „Wie ein wilder Stier“ und „Das Schweigen der Lämmer“ bleiben die Wochenend-Empfehlungen düster – auch wenn „Batmans Rückkehr“ im typischen Stil von Tim Burton („Sleepy Hollow“) eher als schwarzromantisch bezeichnet werden darf. Nach dem überwältigenden Erfolg von „Batman“ erhielt Burton von Warner Bros. freie Hand – und nutzte diese, um ein melancholisches, tief bewegendes Poem über Ausgestoßene, Verlorene, Vergessene und Traumatisierte zu erschaffen. „Batmans Rückkehr“ ist berührendes, völlig untypisches Comic-Kino, reich an denkwürdigen Bildern und emotionaler Tiefe.
Der wohlhabende Industrielle Max Shreck (Christopher Walken) plant, Gotham City die Energie zu entziehen, und verbündet sich dafür mit dem Pinguin (Danny DeVito). Batman (Michael Keaton) erfährt von dem finsteren Vorhaben und setzt alles daran, die beiden aufzuhalten, bevor sie die Stadt ins Verderben stürzen. Als wäre das nicht schon Herausforderung genug, tritt ihm auch noch die geheimnisvolle Catwoman (Michelle Pfeiffer) entgegen…