Ramona Hofmeister, lachend mit ihrem Snowboard in der Hand

Stand: 08.01.2026 17:22 Uhr

Olympiahoffnung Ramona Hofmeister wagt dreieinhalb Monate nach ihrer schweren Fußverletzung ein Comeback und hofft auf die Olympischen Winterspiele.

Deutschlands beste Snowboarderin wird am Samstag beim Weltcup im Schweizer Scuol starten. Damit bleiben der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin vier Rennen, um die Qualifikation für Olympia in Mailand zu schaffen.

„Ball flach halten“, sagte die Bronzemedaillengewinnerin von Pyeongchang 2018: „Ich habe selbst entschieden, in Scuol zu starten. Natürlich will ich die Olympia-Quali schaffen. Das hat mich jeden Tag im Training motiviert. Aber der Trainingsrückstand auf Schnee ist enorm.“

Zweimal die Top 16 oder einmal die Top 8

Die 29-Jährige hatte sich bei einem Trainingssturz Ende September in Zermatt das Sprungbein (Talus) gebrochen und das Außenband gerissen. Die Hoffnung auf ihre dritte Olympia-Teilnahme nach 2018 und Peking 2022 gab die Oberbayerin allerdings nicht auf.

Auf den Saisonstart mit bislang fünf Rennen musste Hofmeister verzichten. Jetzt bekommt sie in Scuol, Bad Gastein und Bansko (zwei Rennen) die Chance auf das Ticket für Olympia. Rein formal muss sie in dieser Saison dafür einmal unter die Top 8 oder zweimal unter die Top 16 fahren. Aufgrund ihres zweiten Platzes in der Parallel-Wertung des vergangenen Winters darf Hofmeister von einem deutschen Quotenplatz aber sicher auch so ausgehen.

Hofmeister voll motiviert

In der Woche vor Weihnachten stand die 26-malige Weltcupsiegerin und größte deutsche Snowboard-Hoffnung zum ersten Mal wieder auf dem Snowboard, nach den Feiertagen hat sie mit dem Team trainiert. „Ich bin nicht sooo weit weg. Aber klar: Während ich im Kraftraum trainiert habe, waren meine Konkurrentinnen auf Schnee. Diese Wochen fehlen mir.“

Körperlich sei sie topfit – bis auf den Fuß eben. „Direkt nach dem Sturz bzw. der OP habe ich voll motiviert losgelegt. Ich konnte die Situation sofort annehmen – für Hadern war keine Zeit“, sagte die Polizistin. Nun gehe sie „voll motiviert und ganz ohne Druck“ an den Start.