DruckenTeilen
Kontrovers und erfolgreich: Ein Künstler tritt nach längerer Funkstille wieder auf. Seine Konzerte in München sind fast ausverkauft.
München – Einst zählte er zu den erfolgreichsten Künstlern Deutschlands, doch später wurde er zu einem der umstrittensten. So kündigt der Olympiapark München die Auftritte von Xavier Naidoo an. Mit Hits wie „Nicht von dieser Welt“, „Sie sieht mich nicht“ und „Dieser Weg“ erlangte er Superstar-Status. Doch seine antisemitisch konnotierten Äußerungen, die Nähe zu Reichsbürgern und seine verschwörungsideologischen Ansichten sorgten für Kontroversen.
Xavier Naidoo in München
Datum: 8. und 9. Januar 2026
Uhrzeit: 20 Uhr (Einlass 18 Uhr)
Ort: Olympiahalle München
Xavier Naidoo spielt zwei Konzerte in München: Künstler sorgte mit Aussagen für Aufsehen
Am 8. und 9. Januar 2026 wird der gebürtige Mannheimer zwei Konzerte in der Münchner Olympiahalle geben. Seinen großen Durchbruch hatte er 1998 mit dem Nummer-1-Album „Nicht von dieser Welt“. Auch die Alben „Zwischenspiel – Alles für den Herrn“ (2002), „Telegramm für X“ (2005) und „Alles kann besser werden“ (2009) waren erfolgreich. „Ab 2010 verlor sich Naidoo in kruden Thesen, er nannte Deutschland ein besetztes Land, zeigte sich zusammen mit Reichsbürgern und übernahm Verschwörungstheorien der QAnon-Bewegung. Den Klimawandel leugnete er ebenso wie den Holocaust, den er eine ‚gelungene historische Fiktion‘ nannte“, so die Informationen auf der Website des Olympiaparks.
Xavier Naidoo spielt zwei Konzerte in München (Archivbild). © IMAGO / Kadir Caliskan
Im Jahr 2020 leugnete er zudem die Existenz der Corona-Pandemie. Zwei Jahre später, 2022, erklärte er in einem Video, er habe sich „auf Irrwegen befunden“ und sei von „Verschwörungserzählungen geblendet“ worden. Er distanzierte sich von „rechten und verschwörerischen Gruppen“ und betonte, für Toleranz einzustehen und gegen Homophobie und Antisemitismus zu sein.
Seine Vergangenheit scheint ihm jedenfalls nicht geschadet zu haben: Bei München Ticket sind nur noch wenige Karten verfügbar, und auch bei Eventim sind lediglich „Stehplatz Umgriff“-Tickets für etwa 65 Euro erhältlich.
Immer gut informiert: Unsere neuen tz-Stadtteil-Newsletter
Jetzt wird tz.de noch lokaler: Neben unserer ausführlichen München-Berichterstattung starten wir nun auch Newsletter für verschiedene Teile der Stadt. Sie wollen aktuelle Themen aus dem Südosten oder dem Norden der Stadt direkt per E-Mail bekommen? Melden Sie sich hier an – alles, was Sie dafür brauchen, ist eine kurze Registrierung bei unserem kostenlosen Medien-Login USER.ID.
Die beiden neuen Newsletter, die nun starten, umfassen folgende Stadtbezirke: „München Nord“ informiert über Schwabing-West, Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann und Feldmoching-Hasenbergl. „München-Südost“ berichtet über Themen aus Au-Haidhausen, Obergiesing-Fasangarten und Untergiesing-Harlaching.
Ihr Stadtviertel ist (noch) nicht dabei? Keine Sorge! Auch für die anderen Bezirke in München bereiten wir weitere eigene Newsletter vor.
Die Anreise zum Xavier-Naidoo-Konzert in der Olympiahalle mit Bus, Bahn und Tram
- U-Bahn-Linie U3 Richtung Moosach: Haltestelle Olympiazentrum, ca. 10 min. Fußweg zum Olympiapark
- Trambahnlinie 20 und 21: Haltestelle Olympiapark West
- Trambahnlinie 27: Haltestelle Petuelring, ca. 5 min. Fußweg zum Olympiapark
- StadtBuslinie 144: Haltestellen Spiridon-Louis-Ring, Olympiasee, Olympiaberg
- StadtBuslinie 173: Haltestellen Olympiazentrum, Olympia-Eissportzentrum, Petuelring
- StadtBuslinie 177 und 178: Haltestelle Petuelring
- S-Bahnlinie S1 Richtung Ostbahnhof, Haltestelle Moosach
ab Moosach mit U-Bahnlinie U3 oder U8
bis Olympiazentrum, ca. 10 min. Fußweg zum Olympiapark - S-Bahnlinie S8 Richtung Herrsching, Haltestelle Marienplatz
ab Marienplatz mit U-Bahnlinie U3
bis Olympiazentrum, ca. 10 min. Fußweg zum Olympiapark
Wintereinbruch in Bayern: 25 beeindruckende Bilder aus den letzten Jahren
Fotostrecke ansehen
Abschließend betont der Olympiapark auf seiner Website: „Die Olympiapark München Gesellschaft distanziert sich ausdrücklich von den Äußerungen des Künstlers. Die OMG bekennt sich zu Vielfalt und Toleranz und verurteilt Antisemitismus, Rassismus und Homophobie.“ (Quelle: Website Olympiapark) (kam)