
Stand: 09.01.2026 06:39 Uhr
Das Landgericht Braunschweig fällt voraussichtlich heute das Urteil gegen einen Mann, der seine Frau im Schlaf angezündet haben soll. Sie starb später an ihren schweren Brandverletzungen.
Der Prozess wegen Mordes hat im November 2025 begonnen. Das mutmaßliche Motiv des 50-Jährigen: Eifersucht. Er soll geglaubt haben, dass seine Frau ihn betrügt. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, seine schlafende Frau und ihr Bett im Mai 2025 in Goslar mit Brandbeschleuniger übergossen und dann angezündet zu haben. Die Frau sei danach aus dem Schlafzimmerfenster vier Meter in die Tiefe gestürzt, heißt es vom Landgericht. Unklar ist, ob die Frau selbst aus dem Fenster gesprungen ist oder der Angeklagte sie gestoßen hat. Durch den Sturz in den Garten hat sich die Frau diverse Frakturen zugezogen.
Kinder waren zu Hause – teils im selben Raum
Auch drei der vier Kinder des Paares waren während der mutmaßlichen Tat in der Wohnung. Eine volljährige Tochter mit Behinderung schlief nach Angaben des Landgerichtes bei der Mutter im Schlafzimmer. Vor der mutmaßlichen Tat holte der Vater sie offenbar aus dem Zimmer. Wegen des Brandes soll er auch die beiden Söhne geweckt und dann mit ihnen und der Tochter das Haus verlassen haben. Die immer noch brennende Frau hat aus dem Garten noch nach ihrem ältesten Sohn gerufen, der das Feuer löschen konnte. Im Krankenhaus starb sie an ihren schweren Brandverletzungen.

Die 40-jährige Mutter starb, nachdem sie in Brand gesetzt wurde und aus einem Fenster stürzte. Unter Verdacht steht ihr Ehemann.

Der älteste Sohn hatte das Feuer gelöscht, doch die Frau starb. Am Dienstag hat in Braunschweig der Prozess begonnen.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 09.01.2026 | 06:30 Uhr