Rache nach 20 Jahren?

Mordprozess um Messerstiche auf Kulturfest beginnt

Aktualisiert am 09.01.2026 – 06:49 UhrLesedauer: 1 Min.

Polizei und Einsatzkräfte stehen nach einem Zwischenfall am Rand einer Feier (Archivbild): Das Motiv für den tödlichen Messerangriff soll laut Staatsanwaltschaft Rache gewesen sein.Vergrößern des Bildes

Polizei und Einsatzkräfte stehen nach einem Zwischenfall am Rand einer Feier (Archivbild): Das Motiv für den tödlichen Messerangriff soll laut Staatsanwaltschaft Rache gewesen sein. (Quelle: Armin Weigel/dpa)

Ein Mann soll seinen Cousin vor 1.000 Menschen erstochen haben. Die Tat soll mit einem 20 Jahre alten Familiendrama zusammenhängen.

Ein mutmaßliches Familiendrama, dessen Wurzeln 20 Jahre zurückreichen, beschäftigt ab Freitag das Landgericht Nürnberg. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 43-jährigen Mann Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor.

Der Angeklagte soll am 23. März 2025 auf einem kurdischen Kulturfest in Parsberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz seinen Cousin nach einem Streit mit einem Messer getötet haben. Rund 1.000 Menschen feierten zu diesem Zeitpunkt auf dem Fest.

Das mutmaßliche Motiv: Rache. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft machte der Angeklagte seinen Cousin für den gewaltsamen Tod seiner Schwester vor 20 Jahren verantwortlich.

Bereits am ersten Prozesstag sind mehrere Polizeibeamte als Zeugen geladen. Die Kammer hat zunächst zwölf weitere Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte Ende Februar verkündet werden.

Der 23. März 2025 war auch an anderer Stelle ein Tag tödlicher Gewalt: Auf einer Hochzeitsfeier im mittelfränkischen Fürth soll ein Franzose mehrmals auf einen 47-Jährigen geschossen haben. Das Opfer starb später im Krankenhaus. Als Motiv nennt die Staatsanwaltschaft einen Streit um Unterhaltszahlungen für Kinder. Der Mordprozess in diesem Fall soll am 21. Januar beginnen.