Polizei und Feuerwehr warnen

Wintereinbruch in München: Trägt das Eis schon?

09.01.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Im nördlichen Teil des Westparks nutzen die Münchner die Eisfläche auf dem kleinen See mitunter sogar zum Eishockey spielen.Vergrößern des Bildes

Im nördlichen Teil des Westparks nutzen die Münchner die Eisfläche auf dem kleinen See mitunter sogar zum Eishockey spielen. (Quelle: Sarah Koschinski)

Es ist offiziell Winter in München. Nicht nur Schnee, sondern auch Eisflächen gehen damit einher. Doch reichen die Temperaturen aus, dass man bedenkenlos auf ihnen laufen kann?

Eisige Kälte, Frostwarnungen und teils Temperaturen im zweistelligen Minusbereich lassen stehende sowie teils sogar fließende Gewässer gefrieren. Viele Münchner nutzen die Gelegenheit, um über das Eis zu spazieren oder sich sogar sportlich darauf zu betätigen. Doch auch wenn es weiterhin kalt draußen ist, warnen Polizei und Feuerwehr vor dem Betreten der gefrorenen Flächen. Denn oft ist das Eis dünner, als es scheint.

„Trotz anhaltender Kälte ist das Betreten von Eisflächen auf den Münchner Seen und Kanälen immer gefährlich“, teilt die Stadt München mit. Das Baureferat, das für eine Vielzahl der städtischen Seen zuständig ist, weist grundsätzlich darauf hin, die Verbotsschilder an den Gewässern zu beachten.

Auf Anfrage der Münchner Redaktion von t-online teilt das Baureferat zudem mit, dass eine tragfähige Eisfläche eine Kerneisdicke von zehn bis 15 Zentimetern aufweisen müsste. Generell warnt die Behörde jedoch vor dem Betreten der Eisdecken auf den städtischen Seen aus Sicherheitsgründen. Denn auch wenn eine Eisfläche augenscheinlich tragfähig erscheine, könne sie bedeutend dünner sein als vermutet.

„Eine Freigabe einzelner Eisflächen in Zuständigkeit des Baureferats erfolgt nicht, auch keine Angabe für die Eisdicke einzelner Flächen“, heißt es dazu weiter von der Behörde. Das Baureferat weist darauf hin, dass im Falle eines Notfalls an den städtischen Gewässern Rettungsmittel wie Seile, Ringe, Leitern und Notrufsäulen zur Verfügung stehen.

Auch die Olympiapark GmbH warnt vor dem Betreten des Olympiasees. Blaue Schilder weisen auf Einbruchsgefahr an den zugefrorenen Stellen hin. An seiner tiefsten Stelle misst der See bis zu 1,4 Metern.