Der Wirbel um Kofi Amoako (20) ist vorerst beendet. Die Entscheidung, ob der Profi von Zweitliga-Schlusslicht Dynamo Dresden nach Italien wechselt, ist gefallen.

Vor zwei Tagen sickerte durch, dass der defensive Mittelfeldmann von Seria A-Klub US Lecce umworben wird. Nach mehreren Verhandlungen zwischen beiden Klubs steht jetzt nach BILD-Informationen fest: Amoako bleibt!

Am Ende scheiterte der Deal an der Ablösesumme. Offenbar waren die Italiener doch nicht bereit, die kolportierten 1,5 Millionen Euro plus Boni zu zahlen. Das Lecce-Angebot lag wohl um einiges darunter. Verständlich, dass es die SGD bei einem Mann seiner Klasse deshalb ablehnte.

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Die Dresdner werden gut damit leben können. Zwar verpassen sie eine verlockende Millionen-Einnahme, dafür müssen sie sich keinen neuen Sechser suchen. Sie behalten einen Spieler, der im Überlebenskampf der 2. Liga noch ganz wichtig werden kann. Das zeigte Amoako auch im ersten Türkei-Test gegen den Schweizer Zweitligisten FC Aarau mit einer starken Leistung.

Ganz vom Tisch ist ein Verkauf des U21-Nationalspielers aber nicht. Spätestens im Sommer könnte das Thema erneut in den Fokus rücken. Dann dürfte Amoako für eine vertraglich fixierte Ablöse wechseln. Bis dahin wird der Jungprofi alles daran setzen, mit Dynamo am Saisonende überm Strich zu stehen.

Amoako gilt als ungeschliffener Rohdiamant

Der gebürtige Hannoveraner wurde im vergangenen Sommer vom VfL Wolfsburg verpflichtet, die Niedersachsen hatten ihn zuletzt an den VfL Osnabrück ausgeliehen. Der noch unter der Regie von Ex-Sportchef Thomas Brendel (49) ausgehandelte Deal sorgte damals für Aufsehen. Dass ein Nachwuchs-Auswahlspieler zu Dynamo Dresden wechselt, war ein echter Transfer-Coup.

Der ungeschliffene Rohdiamant punktet vor allem wegen seiner Physis und Athletik als echtes Zweikampfmonster. „Ich definiere mich über Zweikämpfe und Ballgewinne, die teilweise echt brutal aussehen, aber auch sehr fair sind“, sagte er nach seiner Verpflichtung im vergangenen Sommer. Genau das, was die Sachsen in der Rückrunde dringend brauchen.