Während Sturmtief Elli über Deutschland fegt, hat der Düsseldorfer Flughafen ein anderes Problem: Seit den frühen Morgenstunden kommt es zu einer IT-Störung, die zu Einschränkungen beim Check-in führt, wie der Flughafen gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigt. Daher kommt es zu längeren Abfertigungszeiten.
Betroffen sind Check-in-Schalter und Self-Bag-Drop-Automaten, teilt ein Sprecher des Flughafens mit. «Ursache sind Störungen in der externen Datenübertragung, die von den Airlines für ihre Abfertigungsprozesse genutzt wird», so der Sprecher weiter. Systeme des Flughafens seien indes nicht betroffen. Die Sicherheitskontrollen sind geöffnet, der Flugbetrieb läuft grundsätzlich weiter.
Personal führt Check-in in Düsseldorf manuell durch
Wie aeroTELEGRAPH aus Kreisen der Betroffenen erfuhr, wird der Check-in-Prozess bei den betroffenen Fluggesellschaften derzeit manuell durchgeführt. Das Personal des Flughafens Düsseldorf muss von jedem Reisenden die Bordkarte fotografieren und Sitzplatznummern sowie Gepäckanhängernummern manuell notieren. Der Ausdruck physischer Bordkarten ist aktuell ebenfalls nicht möglich.
Der Sprecher des Flughafens Düsseldorf teilt weiter mit, dass der Flughafen gemeinsam mit dem externen Systemanbieter und den betroffenen Airlines mit Hochdruck an der technischen Klärung der Störung und der schnellstmöglichen Wiederherstellung arbeitet.
Reisende sollen mehr Zeit einplanen
Die Situation im Terminal sei ruhig und geordnet. Mitarbeitende von Airlines sowie das Terminalmanagement des Flughafens informieren die Passagiere vor Ort. Reisende werden zudem regelmäßig über Durchsagen im Terminal informiert. Der Flughafen empfiehlt allen Reisenden, sich direkt bei ihrer Airline über den aktuellen Status zu informieren und zusätzliche Zeit einzuplanen.
Im vergangenen Jahr kam es zu mehreren großen IT-Pannen an internationalen Flughäfen. So sorgte Mitte Juli ein Update bei Software von Microsoft und Crowdstrike weltweit für Probleme – auch der Flughafen Düsseldorf war damals unter den betroffenen Airports. Ende September legte ein Cyberangriff auf Systeme des Dienstleisters Collins Aerospace mehrere europäische Flughäfen lahm, darunter befand sich auch der deutsche Hauptstadtflughafen BER. Damals musste das Boarding ebenfalls manuell erfolgen.
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