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„Ein Spiegel des künstlerischen Lebenswerks“ zeigt die Ausstellung von Fritz Krotz, die in der Galerie des Kunstvereins Hansestadt Korbach im Korbacher Bürgerhaus zu sehen ist.„Ein Spiegel des künstlerischen Lebenswerks“ zeigt die Ausstellung von Fritz Krotz, die in der Galerie des Kunstvereins Hansestadt Korbach im Korbacher Bürgerhaus zu sehen ist. © Julius Köhler

Der 80-jährige Künstler und frühere Dekan präsentiert in der Galerie im Bürgerhaus rund 30 Arbeiten. Die Ausstellung läuft bis zum 27. Januar.

Korbach – Mit der Ausstellung „Was mich glücklich macht – retrospektiv, perspektivisch“ widmet der Kunstverein der Hansestadt Korbach dem Künstler Fritz Krotz eine umfassende Werkschau. Die Vernissage findet am heutigen Freitag, 9. Januar, um 18 Uhr in der Galerie im Bürgerhaus statt.

Fritz Krotz, 80 Jahre alt, ist in Korbach nicht nur als Künstler, sondern auch aus seinem früheren beruflichen Wirken bekannt. Vor mehr als 30 Jahren war er als evangelischer Dekan in der Stadt tätig. Die Malerei begleitet ihn jedoch schon von Kindesbeinen an. „Seit meiner Kindheit bin ich stark am Malen“, sagte Krotz im Vorfeld der Ausstellung.

Inzwischen nimmt die Kunst einen noch größeren Raum in seinem Leben ein. Seitdem er mehr Zeit für die Malerei aufwenden könne, fühle er sich erfüllter und glücklicher – ein Gedanke, der auch den Titel der Ausstellung geprägt habe. Gezeigt werden rund 30 Arbeiten, überwiegend Landschaftsbilder, die verschiedene Phasen seines künstlerischen Schaffens widerspiegeln.

Inhaltlich dokumentiert die Ausstellung eine deutliche Entwicklung. Vor etwa 30 Jahren begann Krotz, Landschaften in Streifen zu zerlegen, um die Wirkung einzelner Farben im Gesamtbild bewusst wahrzunehmen. „So bekommt man ein Gefühl, welchen Eindruck das Bild im Ganzen macht“, erläuterte der Künstler. Inzwischen habe sich seine Arbeitsweise verändert. Heute gehe es ihm um eine einheitliche Auffassung zwischen dem Gesehenen und dessen Umsetzung in Farbe und Gestaltung.

Krotz versteht Kunst dabei auch als Gegenpol zur Schnelllebigkeit der Gegenwart. Moderne Kunst sei für ihn ein Refugium, ein sicherer Ort, wie es früher die Religion für viele Menschen gewesen sei. Seine Bilder seien Ausdruck eines Strebens nach Einigkeit zwischen ihm selbst und dem Dargestellten.

Michael Preusse-Song, erster Vorsitzender des Kunstvereins, würdigte Krotz als „einen der wichtigsten und bedeutendsten Künstler der Region“. Die Ausstellung sei vor allem retrospektiv angelegt, biete aber zugleich einen perspektivischen Blick nach vorn. „Es ist ein Spiegel des künstlerischen Lebenswerks“, so Preusse-Song.

Die Vernissage wird von Lena Gehse und Jochen Pries musikalisch begleitet. Die Ausstellung von Fritz Krotz ist bis zum 27. Januar in der Galerie im Bürgerhaus zu sehen.

Geöffnet ist sie dienstags bis freitags von 16 bis 18 Uhr. Am Samstag und Sonntag hat sie von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Montags bleibt die Galerie geschlossen.