In seiner TV-Ansprache geht Ali Chamenei überhaupt nicht auf die Demonstrationen ein – im Gegenteil, er macht die Menschen lächerlich und greift US-Präsident Donald Trump an.
„Jeder sollte wissen, dass die Islamische Republik mit dem Blut von Hunderttausenden ehrenhafter Menschen an die Macht gekommen ist und angesichts von Saboteuren keinen Schritt zurückweichen wird“, sagte Chamenei.
Mit Blick auf die Unruhen in der Hauptstadt erklärte er, die Demonstranten handelten, um dem US-Präsidenten zu gefallen. „Sie wollen ihn glücklich machen. Wenn er wüsste, wie man ein Land führt, würde er sein eigenes führen“, sagte er und fügte hinzu, dass es innerhalb der Vereinigten Staaten viele Probleme gebe. Das Staatsfernsehen zitierte ihn außerdem mit den Worten, „die Hände des US-Präsidenten seien mit dem Blut von mehr als 1000 Iranern befleckt“.
Seine Äußerungen bezogen sich auf die Angriffe der Vereinigten Staaten auf Irans Nuklearanlagen im Juni. Chamenei rief außerdem seine Anhänger zur Geschlossenheit auf. „Liebe junge Menschen, bewahrt eure Bereitschaft und eure Einheit. Eine geeinte Nation wird jeden Feind überwinden“, sagte er.