„Avatar 3: Fire And Ash“ ist wie die Vorgänger „Avatar“ und „Avatar 2: The Way Of Water“ ein großer Erfolg, gilt aber nicht unbedingt als Meisterwerk. Doch ein Kollege von James Cameron sieht das anders: „Heat“-Regisseur Michael Mann.
So erfolgreich die „Avatar“-Filme auch sind: In Filmfan-Kreisen und bei der Kritik haben sie häufig einen schwereren Stand als beim Publikum, das „Avatar“ zum erfolgreichsten Film aller Zeiten gemacht hat (und „Avatar 2“ zum dritterfolgreichsten). Auch „Avatar 3: Fire And Ash“ hat ja schon mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt. Doch zumindest einen prominenten Fürsprecher haben die „Avatar“-Filme – und es ist ein Regisseur-Kollege von James Cameron, der ebenfalls einige der besten Filme aller Zeiten verantwortet hat: Michael Mann!
Der Regisseur von unter anderem „Heat“ und „Insider“, die in der FILMSTARTS-Kritik beide die selten vergebene Höchstwertung von 5 Sternen erhalten haben, hat bereits in der Vergangenheit des öfteren von „Avatar“ geschwärmt. Nun hat er für einen Artikel des US-Branchenmagazins Variety „Avatar 3“ zu seinem Lieblingsfilm des Jahres 2025 gekürt und in dem dazugehörigen Text in höchsten Tönen gelobt.
Die Glaubwürdigkeit von „Avatar 3“ ist „eine gewaltige Leistung“
„James Camerons dritter ‚Avatar‘-Film ‚Fire And Ash‘ ist eine gewaltige Leistung. Die überragende Originalität von Jims Visualisierung ist selbstverständlich; was ‚Fire And Ash‘ so mächtig macht, ist seine Glaubwürdigkeit“, schwärmt Michael Mann unter anderem.
Anschließend schreibt Mann dann ein paar Sätze zum Inhalt von „Avatar 3“, die wir hier gestrost überspringen können, bevor er dann erklärt, warum er die Welt des Films so glaubwürdig findet: „Wie schon bei Pandoras Biodiversität hat Jim verschiedene Kulturen entworfen, die sich authentisch anfühlen.“
Ausgehend von der These, dass es wiederkehrende Muster in verschiedenen menschlichen Kulturen gibt, habe Cameron diese Prinzipien „mit der Gelehrsamkeit eines Anthropologen“ auf die Völker von Pandora angewendet. Jedes habe Rituale, Wertesysteme und eine Magie, die es mit der Natur verbinde.
„Ihre Stammes-Ästhetik von Kleidung, Tattoos und Wohnstätten ist so spezifisch, dass es sich so anfühlt, als würden sich die Völker selbst anziehen“, so Mann weiter. Für die Angriffe der RDA habe sich Cameron hingegen die Angriffe auf indigene Völker in unserer Welt zum Vorbild genommen. Und all das verarbeite er dann in seinen Figuren.
„In Jims spannender Geschichte erleben wir die Na’vi und die Menschen durchgehend als komplexere Völker, die in einer fremden Zukunft in einer schrecklichen Konfliktzone gefangen sind. Und diese Authentizität verstärkt die viszerale Kraft seiner Geschichte.“
Ist die „Avatar“-Reihe James Camerons Magnum Opus?
Doch damit nicht genug: Mann lobt Camerons Kunstfertigkeit, Intelligenz und inszenatorische Kraft, sein Händchen für verschiedene Alien-Biologien, Anthropologie, mechanische Ingenieurskunst, Politik und straffes Storytelling.
„Es ist außergewöhnlich. Jim hat mit einer leeren Blatt Papier angefangen. Mit fällt kein Regisseur und Autor ein, der sich je eine so große, dreidimensionale Welt ausgedacht hat. Schon ‚Fire And Ash‘ ist eine unglaubliche Leistung, aber es kommen noch zwei weitere Filme. Irgendwann in der Zukunft wird man auf das gesamte ‚Avatar‘-Franchise als das Magnum Opus zurückblicken, das es wirklich ist“, so Mann.
Apropos „Avatar 4“ und „Avatar 5“. Wie es in den Fortsetzungen zu „Fire And Ash“ weitergeht, haben auch wir bei FILMSTARTS.de natürlich schon überlegt. Mehr dazu erfahrt ihr in diesen Artikeln:
Nach „Avatar 3“: Kommt „Avatar 4“ eigentlich noch? So geht es weiter!