Das Belkin Connect Thunderbolt 4 Dock Pro punktet mit edlem Design und schneller Datenübertragung – hat aber seinen Preis.

Wer einen Laptop mit Thunderbolt 4 besitzt und eine hochwertige Dockingstation sucht, landet schnell bei Belkin. Der amerikanische Zubehörhersteller bietet mit dem Connect Thunderbolt 4 Dock Pro eine schicke Station mit zahlreichen Anschlüssen und 90 Watt Ladeleistung.

Das Dock verbindet Laptop oder Macbook per Thunderbolt 4 mit bis zu zwei externen Monitoren, diversen USB-Geräten und dem kabelgebundenen Netzwerk. Mit 255 Euro ist das Belkin-Dock allerdings mehr als doppelt so teuer wie unser aktueller Testsieger. Kann sie diesen Aufpreis rechtfertigen? Wir haben die Dockingstation im Praxistest genau unter die Lupe genommen.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung & Verarbeitung

Die Belkin Connect Thunderbolt 4 Dock Pro macht optisch einiges her. Das graue Gehäuse umhüllt eine umlaufende Aluminiumschale, die einen hochwertigen und stabilen Eindruck hinterlässt. Vorne und hinten sind die Anschlüsse von schwarzen Kunststoffblenden in Klavierlackoptik eingefasst. Diese sehen zwar schick aus, zeigen aber schnell Fingerabdrücke und Kratzer. Letztere entstehen leicht, wenn man mit dem Stecker den Anschluss nicht sofort trifft.

Mit Abmessungen von 200 × 73,2 × 33,9 mm ist die Dockingstation recht kompakt. An der Vorderseite befindet sich ein Ein-/Aus-Schalter. Die Anbindung an den PC erfolgt über ein 70 cm langes Thunderbolt-4-Kabel. Ein externes 120-Watt-Netzteil liegt bei, das für die Stromversorgung zwingend erforderlich ist.

Anschlüsse & Übertragungsstandards

Die Belkin Connect Thunderbolt 4 Dock Pro bietet eine ordentliche Anschlussvielfalt. Für die Verbindung zum Rechner dient ein Thunderbolt-4-Port mit 40 Gbit/s und USB-PD 3.0, der bis zu 90 Watt Ladeleistung durchreicht. Ein zweiter Thunderbolt-4-Port steht für Peripheriegeräte bereit und unterstützt ebenfalls 40 Gbit/s.

Für die Bildausgabe stehen zwei HDMI-2.0-Buchsen zur Verfügung. Laut Spezifikation sind damit bis zu drei Monitore mit 4K bei 60 Hz möglich. Alternativ lässt sich ein einzelner Monitor mit 8K bei 60 Hz oder 4K bei 120 Hz ansteuern. Einen Displayport-Anschluss gibt es allerdings nicht.

An USB-Ports bietet das Dock einen USB-C-3.1-Anschluss mit 10 Gbit/s und 20 Watt Ladeleistung (USB QC 4.0, USB PD 3.0). Dazu kommen zwei USB-A-3.1-Ports mit 5 Gbit/s sowie zwei USB-A-2.0-Ports mit 480 Mbit/s. Ein SD-Kartenslot und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse runden das Angebot ab.

Für die Netzwerkverbindung gibt es einen RJ-45-Port mit Gigabit-Ethernet (10/100/1000 Base-T). Hier hätten wir uns 2,5-Gigabit-Ethernet gewünscht, für den vergleichsweise hohen Preis wäre hier mehr drin gewesen.

Praxistest

Im Praxistest zeigt das Belkin-Dock Stärken und Schwächen. Die Ladeverbindung von 90 Watt funktioniert tadellos: Sowohl unser Fedora-Laptop als auch ein Macbook laden problemlos während der Nutzung.

Bei der Bildschirmkonfiguration treten unter Windows allerdings Probleme auf. Über die zwei HDMI-Anschlüsse können wir nur einen Monitor mit 4K bei 60 Hz ansteuern. Der zweite Monitor fällt auf Full-HD zurück und kann nicht höher eingestellt werden. Unter Fedora Linux klappt es besser: Ein Bildschirm läuft mit 4K bei 100 Hz (dessen Maximalspezifikation über HDMI), der zweite mit 4K bei 60 Hz.

Die Datenübertragung gelingt dafür hervorragend. Unsere 5 GB große Testdatei überträgt das Dock unter Windows mit bis zu 2,78 GB/s von der externen SSD zum PC – das sind unter 2 Sekunden. In umgekehrter Richtung sind es 593 MB/s, also knapp 9 Sekunden. Unter Fedora liegen die Werte bei 493 MB/s (etwa 13 Sekunden) und zurück bei 107 MB/s (gut 44 Sekunden).

Preis

Mit aktuell 255 Euro bei Proshop ist das Belkin Connect Thunderbolt 4 Dock Pro kein Schnäppchen. Die Dockingstation kostet mehr als doppelt so viel wie unser aktueller Testsieger.

Fazit

Das Belkin Connect Thunderbolt 4 Dock Pro ist eine hochwertig verarbeitete Dockingstation mit edlem Aluminiumgehäuse. Die 90 Watt Ladeleistung versorgt auch leistungshungrige Laptops zuverlässig. Bei der Datenübertragung erreicht sie exzellente Werte von bis zu 2,78 GB/s.

Allerdings gibt es auch Kritikpunkte: Unter Windows funktioniert die Multi-Monitor-Ausgabe nicht optimal, der zweite Bildschirm fällt auf Full-HD zurück. Zudem fehlt ein Displayport-Anschluss, und der Netzwerkanschluss bietet nur Gigabit statt 2,5 Gigabit.

Für 255 Euro erwarten wir mehr. Die Konkurrenz bietet zum halben Preis teils bessere Ausstattung. Wer ein schickes Thunderbolt-4-Dock mit zuverlässiger Ladeleistung sucht und hauptsächlich unter Linux arbeitet, kann zugreifen. Für Windows-Nutzer mit Multi-Monitor-Setup oder preisbewusste Käufer gibt es bessere Alternativen.