Börsengänge
Rekordjahr für IPOs erwartet – das sind die heißesten Kandidaten 2026

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An den US-Börsen wächst die Erwartung eines Ausnahmejahres. Gleich mehrere Tech-Schwergewichte könnten ihr Börsendebüt feiern – auch in Europa gibt es gute Kandidaten

Für Liebhaber von Tech-Aktien könnte das Jahr 2026 reichlich neue Auswahl bieten. In den USA wird eine Welle von neuen Börsengängen erwartet, die das Rekordniveau aus der Pandemiezeit erreichen oder sogar übertreffen könnte. Bereits 2025 sammelten Unternehmen bei Börsengängen in den USA rund 47,6 Mrd. Dollar ein, wie Daten von „Bloomberg“ zeigen. Das ist mehr als im Jahr zuvor – liegt aber noch deutlich unter dem Höchstwert von 195,2 Mrd. Dollar aus dem Jahr 2021.

Das könnte sich in den nächsten Monaten ändern. Für Rückenwind sorgt das Marktumfeld: Der US-Leitindex S&P 500 legte 2025 (in Dollar gerechnet) um rund 16 Prozent zu – auch wenn die Verunsicherung zwischenzeitlich hoch war. Der bekannte Volatilitätsindex VIX, der genau das misst, ist inzwischen allerdings deutlich zurückgefallen. Das heißt auch, dass Firmen zuversichtlicher werden, was einen IPO angeht. Besonders viel Aufmerksamkeit gilt dabei dem möglichen Börsengang von SpaceX. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk peilt Insidern zufolge eine Bewertung von rund 1,5 Billionen Dollar an. Der Börsengang könnte mehr als 30 Mrd. Dollar einbringen und wäre damit der größte seiner Art.

Daneben gibt es im Technologiesektor eine Reihe weiterer Kandidaten, die 2026 für neue Rekorde an den Börsen sorgen könnten:

Mögliche IPOs 2026

Mögliche IPOs 2026

Der ChatGPT-Entwickler gehört zu den wertvollsten KI-Unternehmen und wurde zuletzt wiederholt mit Börsenplänen in Verbindung gebracht. Insidern zufolge könnte OpenAI dabei mit bis zu einer Billion Dollar bewertet werden – fast doppelt so hoch wie die aktuelle Bewertung. Das Unternehmen um Firmenchef Sam Altman (Foto) widersprach jüngst jedoch Gerüchten über einen schnellen Gang an die Börse und nannte Wachstum als Priorität. Als möglicher Termin wird frühestens Ende 2026 gehandelt, wahrscheinlicher dürfte 2027 sein. OpenAI hat bereits gewaltige Summen eingesammelt: Zur Finanzierung neuer KI-Rechenzentren verkaufte das Unternehmen unter anderem Anteile im Umfang von rund 100 Mrd. Dollar, beispielsweise an den Chipkonzern Nvidia.

© SOPA Images / Getty Images

OpenAI

Der ChatGPT-Entwickler gehört zu den wertvollsten KI-Unternehmen und wurde zuletzt wiederholt mit Börsenplänen in Verbindung gebracht. Insidern zufolge könnte OpenAI dabei mit bis zu einer Billion Dollar bewertet werden – fast doppelt so hoch wie die aktuelle Bewertung. Das Unternehmen um Firmenchef Sam Altman (Foto) widersprach jüngst jedoch Gerüchten über einen schnellen Gang an die Börse und nannte Wachstum als Priorität. Als möglicher Termin wird frühestens Ende 2026 gehandelt, wahrscheinlicher dürfte 2027 sein. OpenAI hat bereits gewaltige Summen eingesammelt: Zur Finanzierung neuer KI-Rechenzentren verkaufte das Unternehmen unter anderem Anteile im Umfang von rund 100 Mrd. Dollar, beispielsweise an den Chipkonzern Nvidia.

Das KI-Start-up Anthropic gilt als heißer Anwärter für einen Börsengang. Wie die „Financial Times“ kürzlich berichtete, laufen bereits Vorbereitungen, und ein Schritt an die Börse könnte demnach 2026 erfolgen. Anthropic wurde 2021 von den früheren OpenAI-Mitarbeitern Dario und Daniela Amodei (Foto) gegründet und betreibt den KI-Chatbot Claude. Zu den wichtigsten Geldgebern zählen Google und Amazon. In einer möglicherweise letzten privaten Finanzierungsrunde könnte das Unternehmen bald mit mehr als 300 Mrd. Dollar bewertet werden, nach zuletzt rund 183 Mrd. Dollar. Microsoft und Nvidia stellten zudem Investitionen von bis zu 15 Mrd. Dollar in Aussicht.

© Bloomberg / Getty Images

Anthropic

Das KI-Start-up Anthropic gilt als heißer Anwärter für einen Börsengang. Wie die „Financial Times“ kürzlich berichtete, laufen bereits Vorbereitungen, und ein Schritt an die Börse könnte demnach 2026 erfolgen. Anthropic wurde 2021 von den früheren OpenAI-Mitarbeitern Dario und Daniela Amodei (Foto) gegründet und betreibt den KI-Chatbot Claude. Zu den wichtigsten Geldgebern zählen Google und Amazon. In einer möglicherweise letzten privaten Finanzierungsrunde könnte das Unternehmen bald mit mehr als 300 Mrd. Dollar bewertet werden, nach zuletzt rund 183 Mrd. Dollar. Microsoft und Nvidia stellten zudem Investitionen von bis zu 15 Mrd. Dollar in Aussicht.

Klappt es im dritten Anlauf? Das 2013 gegründete Unternehmen aus San Francisco verpasste den IPO-Zeitpunkt bereits Ende 2021, und auch letztes Jahr wurde es entgegen vieler Erwartungen nichts. Bleibt das Marktumfeld intakt, könnte der Börsengang 2026 folgen. Databricks wird von Kunden vor allem genutzt, um Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, Prognosen zu erstellen oder KI-Modelle zu trainieren. Nach eigenen Angaben wächst Databricks um mehr als 55 Prozent pro Jahr und kommt auf eine Umsatzbasis von rund 4,8 Mrd. Dollar. Rund 1 Mrd. Dollar entfällt dabei auf KI-Produkte. Die Bewertung stieg zuletzt stark an: im Dezember 2025 lag sie bei rund 134 Mrd. Dollar.

© Thomas Fuller / Picture Alliance

Databricks

Klappt es im dritten Anlauf? Das 2013 gegründete Unternehmen aus San Francisco verpasste den IPO-Zeitpunkt bereits Ende 2021, und auch letztes Jahr wurde es entgegen vieler Erwartungen nichts. Bleibt das Marktumfeld intakt, könnte der Börsengang 2026 folgen. Databricks wird von Kunden vor allem genutzt, um Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen, Prognosen zu erstellen oder KI-Modelle zu trainieren. Nach eigenen Angaben wächst Databricks um mehr als 55 Prozent pro Jahr und kommt auf eine Umsatzbasis von rund 4,8 Mrd. Dollar. Rund 1 Mrd. Dollar entfällt dabei auf KI-Produkte. Die Bewertung stieg zuletzt stark an: im Dezember 2025 lag sie bei rund 134 Mrd. Dollar.

Nicht ausgeschlossen ist ein Börsengang von Revolut. Das britische Fintech hatte sich lange zurückhaltend gezeigt, prüft nun aber laut der „Sunday Times“ eine gleichzeitige Notierung in London und New York. Im Raum steht eine Bewertung von rund 75 Mrd. Dollar. Für einen späteren Börsengang spricht, dass Revolut zuletzt mehrfach sogenannte Secondary-Sales durchgeführt hat, bei denen bestehende Anteile an neue Investoren verkauft wurden – ein Schritt, mit dem sich Unternehmen oft auf einen IPO vorbereiten. Seit der Gründung 2015 sammelte Revolut rund 3,8 Mrd. Dollar ein. Die App zählt weltweit etwa 65 Millionen Kunden.

© Michael Nguyen / Picture Alliance

Revolut

Nicht ausgeschlossen ist ein Börsengang von Revolut. Das britische Fintech hatte sich lange zurückhaltend gezeigt, prüft nun aber laut der „Sunday Times“ eine gleichzeitige Notierung in London und New York. Im Raum steht eine Bewertung von rund 75 Mrd. Dollar. Für einen späteren Börsengang spricht, dass Revolut zuletzt mehrfach sogenannte Secondary-Sales durchgeführt hat, bei denen bestehende Anteile an neue Investoren verkauft wurden – ein Schritt, mit dem sich Unternehmen oft auf einen IPO vorbereiten. Seit der Gründung 2015 sammelte Revolut rund 3,8 Mrd. Dollar ein. Die App zählt weltweit etwa 65 Millionen Kunden.

Der estnische Fahrdienstvermittler Bolt zählt zu den größeren europäischen Techfirmen, Gerüchte über einen Börsengang kursieren schon länger. Firmenchef Markus Villig schloss einen IPO im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ kürzlich zwar nicht aus, sieht dafür aktuell aber keinen Zeitdruck. Bolt ist in rund 50 Ländern aktiv, erzielt Milliardenumsätze und wird am Markt mit mehr als 8 Mrd. Dollar bewertet. Das Unternehmen vermittelt Fahrten, E-Scooter und Fahrräder und wächst weiter, investiert aber selektiv: In Frankreich fließen 100 Mio. Euro, in Deutschland hält Bolt wegen strenger Regeln größere Investitionen zurück. Sollte es 2026 an die Börse gehen, gilt der US-Markt als wahrscheinlicher Handelsplatz.

© Jakub Porzycki / Picture Alliance

Bolt

Der estnische Fahrdienstvermittler Bolt zählt zu den größeren europäischen Techfirmen, Gerüchte über einen Börsengang kursieren schon länger. Firmenchef Markus Villig schloss einen IPO im Gespräch mit dem „Handelsblatt“ kürzlich zwar nicht aus, sieht dafür aktuell aber keinen Zeitdruck. Bolt ist in rund 50 Ländern aktiv, erzielt Milliardenumsätze und wird am Markt mit mehr als 8 Mrd. Dollar bewertet. Das Unternehmen vermittelt Fahrten, E-Scooter und Fahrräder und wächst weiter, investiert aber selektiv: In Frankreich fließen 100 Mio. Euro, in Deutschland hält Bolt wegen strenger Regeln größere Investitionen zurück. Sollte es 2026 an die Börse gehen, gilt der US-Markt als wahrscheinlicher Handelsplatz.

Als Kandidat für einen baldigen Börsengang gilt auch die Krypto-Börse Kraken. Laut Medienberichten hat das Unternehmen zuletzt vertrauliche Registerdokumente bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht – ein üblicher erster Schritt vor einem Börsengang. Zeitpunkt und Umfang sind noch offen, ein Debüt wird frühestens 2026 erwartet. Erst kürzlich sammelte Kraken frisches Kapital ein: In einer Finanzierungsrunde flossen 800 Mio. Dollar, darunter 200 Mio. Dollar vom Finanzhaus Citadel Securities. Die Bewertung stieg damit auf rund 20 Mrd. Dollar. Kraken wurde 2011 gegründet und ermöglicht den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether.

© NurPhoto

Kraken

Als Kandidat für einen baldigen Börsengang gilt auch die Krypto-Börse Kraken. Laut Medienberichten hat das Unternehmen zuletzt vertrauliche Registerdokumente bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht – ein üblicher erster Schritt vor einem Börsengang. Zeitpunkt und Umfang sind noch offen, ein Debüt wird frühestens 2026 erwartet. Erst kürzlich sammelte Kraken frisches Kapital ein: In einer Finanzierungsrunde flossen 800 Mio. Dollar, darunter 200 Mio. Dollar vom Finanzhaus Citadel Securities. Die Bewertung stieg damit auf rund 20 Mrd. Dollar. Kraken wurde 2011 gegründet und ermöglicht den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether.

Das Wiener Kryptounternehmen Bitpanda könnte im Jahresverlauf 2026 an die Börse gehen. Firmenchef Eric Demuth (Foto) sagte in Interviews, die Wahrscheinlichkeit für einen IPO sei zuletzt gestiegen. Seit mehr als drei Jahren bereite sich Bitpanda mit einem sogenannten IPO-Readiness-Programm auf diesen Schritt vor. Als möglicher Handelsplatz wird vor allem New York genannt, während London wegen geringer Liquidität ausscheidet. Bitpanda zählt zu den größten Krypto-Anbietern Europas und profitiert vom zuletzt freundlicheren Marktumfeld für Kryptowerte.

© Marcus Brandt / Picture Alliance

Bitpanda

Das Wiener Kryptounternehmen Bitpanda könnte im Jahresverlauf 2026 an die Börse gehen. Firmenchef Eric Demuth (Foto) sagte in Interviews, die Wahrscheinlichkeit für einen IPO sei zuletzt gestiegen. Seit mehr als drei Jahren bereite sich Bitpanda mit einem sogenannten IPO-Readiness-Programm auf diesen Schritt vor. Als möglicher Handelsplatz wird vor allem New York genannt, während London wegen geringer Liquidität ausscheidet. Bitpanda zählt zu den größten Krypto-Anbietern Europas und profitiert vom zuletzt freundlicheren Marktumfeld für Kryptowerte.

Der italienische Techkonzern Bending Spoons gilt als möglicher Überraschungskandidat für einen Börsengang. Firmenchef Luca Ferrari sagte Reuters, das Unternehmen sei grundsätzlich jederzeit bereit für den Schritt an die Börse. Ein Debüt könnte demnach bereits 2026 erfolgen. Bending Spoons wächst vor allem durch Übernahmen: Zuletzt kaufte die Firma unter anderem die Videoplattform Vimeo, den Internetdienst AOL sowie den deutschen Outdoor-Routenplaner Komoot. Nach den Zukäufen soll das bereinigte operative Ergebnis 2026 auf rund 1,4 Mrd. Dollar steigen, nach etwa 700 Mio. Dollar im abgelaufenen Jahr. In einer Finanzierungsrunde im Oktober 2025 wurde Bending Spoons mit rund 11 Mrd. Dollar bewertet.

© Bloomberg / Getty Images

Bending Spoons

Der italienische Techkonzern Bending Spoons gilt als möglicher Überraschungskandidat für einen Börsengang. Firmenchef Luca Ferrari sagte Reuters, das Unternehmen sei grundsätzlich jederzeit bereit für den Schritt an die Börse. Ein Debüt könnte demnach bereits 2026 erfolgen. Bending Spoons wächst vor allem durch Übernahmen: Zuletzt kaufte die Firma unter anderem die Videoplattform Vimeo, den Internetdienst AOL sowie den deutschen Outdoor-Routenplaner Komoot. Nach den Zukäufen soll das bereinigte operative Ergebnis 2026 auf rund 1,4 Mrd. Dollar steigen, nach etwa 700 Mio. Dollar im abgelaufenen Jahr. In einer Finanzierungsrunde im Oktober 2025 wurde Bending Spoons mit rund 11 Mrd. Dollar bewertet.

Die Münchner Rüstungsfirma Helsing gilt als einer der spannendsten Börsenkandidaten aus Europas Verteidigungsbranche. Nach Informationen des „Handelsblatts“ prüft das Unternehmen einen Börsengang, wobei im ersten Schritt noch einmal frisches Risikokapital eingesammelt werden soll. Erwartet wird demnach eine sogenannte Pre-IPO-Runde, ein Börsendebüt könnte deshalb auch erst 2027 folgen. Helsing wird derzeit mit rund 12 Mrd. Euro bewertet. Das Unternehmen um Mitgründer Gundbert Scherf (Foto) entwickelt KI-Software für militärische Anwendungen und zählt zu den sogenannten Neo-Primes, die etablierten Rüstungskonzernen wie Rheinmetall bei Großaufträgen Konkurrenz machen wollen.

© Jens Kalaene / Picture Alliance

Helsing

Die Münchner Rüstungsfirma Helsing gilt als einer der spannendsten Börsenkandidaten aus Europas Verteidigungsbranche. Nach Informationen des „Handelsblatts“ prüft das Unternehmen einen Börsengang, wobei im ersten Schritt noch einmal frisches Risikokapital eingesammelt werden soll. Erwartet wird demnach eine sogenannte Pre-IPO-Runde, ein Börsendebüt könnte deshalb auch erst 2027 folgen. Helsing wird derzeit mit rund 12 Mrd. Euro bewertet. Das Unternehmen um Mitgründer Gundbert Scherf (Foto) entwickelt KI-Software für militärische Anwendungen und zählt zu den sogenannten Neo-Primes, die etablierten Rüstungskonzernen wie Rheinmetall bei Großaufträgen Konkurrenz machen wollen.

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