NÜRNBERG (pn/nf) – In der Silvesternacht geriet der Obdachlosenunterstand in der Nähe der Königstorpassage unterhalb der Brücke zum Handwerkerhof in Brand. Der Nürnberger Berufsfeuerwehr gelang es, das Feuer zügig zu löschen. Der Unterstand ist jedoch so stark beschädigt, dass er nicht mehr genutzt werden kann und abgebaut werden muss. Derzeit ist der Bereich aus Gründen der Verkehrssicherheit abgesperrt.
Die Brandursache konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen.
Aus Sicht der Stadt Nürnberg hat sich der Unterstand seit seiner Inbetriebnahme bewährt. Er stellte insbesondere in den Sommermonaten ein niedrigschwelliges Aufenthaltsangebot für obdachlose Menschen dar und leistete zugleich einen Beitrag zur Entschärfung von Nutzungskonflikten im öffentlichen Raum. Auch aus Sicht der Sicherheitsbehörden war der Unterstand ein wichtiger Baustein, um bei notwendigen ordnungsrechtlichen Maßnahmen alternative Aufenthaltsmöglichkeiten aufzeigen zu können.
Die Stadt prüft daher einen Wiederaufbau des Unterstands.
„Der Unterstand war ein wichtiges niedrigschwelliges Angebot für Menschen, die keinen eigenen Rückzugsort haben. Er hat gezeigt, dass soziale Infrastruktur im öffentlichen Raum notwendig ist, um Obdachlosigkeit nicht weiter zu verdrängen, sondern menschenwürdig zu begleiten. Solche Angebote entlasten nicht nur den öffentlichen Raum, sondern sind Ausdruck sozialer Verantwortung“, betont Elisabeth Ries, Referentin für Jugend, Familie und Soziales.
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