Wegen der niedrigen Temperaturen stehen kurzfristig mehr als 100 weitere Schlafplätze für obdachlose Menschen in Berlin zur Verfügung. Damit steige die Zahl der verfügbaren Plätze an diesem Wochenende auf 1.256, hieß es von der Berliner Sozialverwaltung. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) bat alle Menschen, bei den eisigen Temperaturen besonders achtsam durch die Stadt zu gehen. „Sprechen Sie Menschen in der Kälte auf Augenhöhe an. Fragen Sie, ob diese Menschen Hilfe brauchen“, sagte sie. „Wir sind einsatzbereit, weitere Unterkünfte zu schaffen, wenn es nötig ist.“
Zudem seien in Absprache mit Behörden und Senatskollegen weitere Regelungen getroffen worden, um obdachlose Menschen vor der Kälte zu schützen. So sollen Polizisten obdachlosen Menschen den Aufenthalt an warmen Orten gewähren. Das Personal in Krankenhäuser sei sensibilisiert und weise Obdachlose ohne Krankenkarte nicht ab. Obdachlose Patienten ohne Ausblick auf eine warme Unterkunft sollen zudem nicht entlassen werden. Außerdem gewähren Bibliotheken Schutz vor Kälte.
Zusätzlich zu den kurzfristig geschaffenen Kältehilfeangebote gibt es demnach in den kommenden Tagen zwei neue Notplätze. Am Montag (12. Januar) öffnet in der Porschestraße in Mariendorf eine Einrichtung mit 50 Plätzen. Am Donnerstag (15. Januar) eröffnet ein Nachtcafé am Kottbusser Tor mit 30 Plätzen im 24-Stunden-Betrieb.
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Das Wochenende soll laut Deutschem Wetterdienst weiterhin frostig kalt mit Minusgrade sein. Die Höchstwerte liegen in Berlin am Samstag demnach bei minus 5 Grad. (dpa)