Frankreich verschiebt den diesjährigen G-7-Gipfel. Ursprünglich sollten sich die sieben Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten vom 14. bis 16. Juni treffen. Nun soll das Zusammentreffen im französischen Kurort Évian am Genfer See einen Tag später beginnen und enden. Der veränderte Zeitplan sei „das Ergebnis unserer Konsultationen mit den G-7-Partnern“, ließ das Büro des französischen Präsidenten Emmanuel Macron verlautbaren.

Wie „Politico“ (gehört wie WELT zu Axel Springer) berichtet, hängt die Verschiebung mit einer terminlichen Kollision des Weißen Hauses zusammen. Zwei Beamte, die über direkte Einblicke in die Gipfelplanung verfügten, hätten der Zeitung bestätigt, dass das Zusammentreffen wegen einer geplanten Mixed-Martial-Arts-Veranstaltung in Washington verschoben worden sei. Der Élysée-Palast bestätigte den Bericht auf Nachfrage jedoch nicht.

Im Oktober hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Rede im Bundesstaat Virginia angekündigt, anlässlich des „Flag Day“ sowie seines 80. Geburtstags eine Veranstaltung der für Käfigkämpfe bekannten Ultimate Fighting Championship (UFC) im Weißen Haus ausrichten zu lassen. UFC-Präsident Dana White versprach, 700.000 Dollar zu zahlen, um hinterher den Rasen vor dem präsidialen Regierungssitz zu erneuern.

Kurz vor Weihnachten bekräftigte Trump seine Pläne in einer Videobotschaft. „Am Flaggentag findet hier im Weißen Haus ein einzigartiges UFC-Event statt. Die besten Kämpfer der Welt werden alle am selben Abend gegeneinander antreten“, versprach der US-Präsident. „Der großartige Dana White moderiert, und es wird etwas ganz Besonderes werden.“ Trump arbeitet bereits seit Längerem mit dem US-Unternehmer zusammen. Schon im Jahr 2001 fanden die Veranstaltungen „UFC 30: Battle on the Boardwalk“ und „UFC 31: Locked and Loaded“ im Trump Taj Mahal Casino in Atlantic City statt.