Das Wichtigste im Überblick:

  • Das Sturmtief „Elli“ ist in der Nacht zu Freitag, 9. Januar, über den Kreis Herford gezogen. Das große Schneechaos ist ausgeblieben.
  • Bereits am frühen Vormittag hat das Tauwetter eingesetzt, dennoch ist weiter mit Glatteis zu rechnen, so die Polizei. Vor allem in der Nacht und am Samstag selbst.
  • In Herford ist der Busverkehr am Freitag teilweise eingeschränkt gewesen. Nicht alle Hauptstraßen sind zudem komplett geräumt worden. Zahlreiche Schulen, unter anderem in Herford und Bünde, haben am Freitag geschlossen. Vielerorts ist das Streusalz knapp.
  • Die Temperaturen sollen in der Nacht auf minus fünf bis minus sechs Grad fallen.
  • Meteorologen und auch der Leiter der Herforder Notaufnahme empfehlen, nur unbedingt nötige Fahrten anzutreten und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Blick auf Ostwestfalen: Alle Entwicklungen in der Region im Liveblog

So war der Schnee-Freitag in Herford


Am frühen Freitagmorgen, 9. Januar, waren überall im Kreis die Räumfahrzeuge unterwegs, beseitigten den Schnee der letzten Nacht. - © Privat

Am frühen Freitagmorgen, 9. Januar, waren überall im Kreis die Räumfahrzeuge unterwegs, beseitigten den Schnee der letzten Nacht.
| © Privat

Grau, trist und dreckig, statt weiß, pudrig und idyllisch: Regen und Temperaturen über dem Gefrierpunkt haben die Schneedecke von Sturmtief „Elli“ schnell wieder zunichtegemacht. Schon am frühen Freitagvormittag, 9. Januar, waren an vielen Orten in der Innenstadt nur noch kleine Reste in Form von Minischneebergen am Straßenrand zu finden. Am Morgen sah das aber für viele Berufstätige dagegen noch etwas anders aus.

Unter anderem war der Busverkehr über mehrere Stunden stark eingeschränkt. So meldete die Buslinie H2, die die Innenstadt mit dem Stadtteil Elverdissen verbindet, bereits gegen kurz nach sieben Uhr Probleme. Kurz darauf folgten Ausfälle und Verspätungen auf weiteren Linien. Erst gegen Mittag konnten die Fahrpläne wieder nach und eingehalten werden.

×

Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail zur Bestätigung Ihrer Anmeldung.

Erst danach ist diese abgeschlossen.

Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.

×

Sie haben bisher Ihre E-Mail-Adresse noch nicht bestätigt.

Erst danach ist diese abgeschlossen.

Bitte prüfen Sie auch den Spam-Ordner.

×

Es ist einen Fehler aufgetreten

Bei Fragen hilft unser Newsletter-Support

Newsletter

Update zum Abend

Informiert bleiben mit täglichen News aus dem Kreis Herford, OWL und der Welt.

Jetzt anmelden

Zu hören war auch, dass offenbar nicht alle Hauptstraßen pünktlich zum Berufsverkehr geräumt waren. Zwar waren bereits seit den frühen Morgenstunden die Teams der Bauhöfe unterwegs, alles konnten sie aber wohl nicht schaffen. Ein Handwerker aus Herford berichtet gegenüber der NW, dass die Straßen teils deutlich schlechter geräumt waren, als zuletzt. Auch gegen acht Uhr seien noch nicht alle Hauptverkehrsstraßen frei gewesen.

Lesen Sie alles zum Wetter in den anderen Regionen von Ostwestfalen

Auch die Kolleginnen und Kollegen in den Lokalredaktionen berichten über die Wetterlage vor Ort. Hier finden Sie die aktuelle Berichterstattung:

Polizei und Feuerwehr warnen vor möglichen Glätte in der Nacht


Die schönen Seiten des Winters: Mit dem dicken Fell ist der Schnee für die Tiere im Tierpark Herford gut auszuhalten. - © Tierpark Herford

Die schönen Seiten des Winters: Mit dem dicken Fell ist der Schnee für die Tiere im Tierpark Herford gut auszuhalten.
| © Tierpark Herford

Dennoch, wirklich größere Staus hat es nicht gegeben, wohl auch, weil wegen der Glättewarnungen offensichtlich viele Menschen zu Hause geblieben waren. Laut „WDR“- Verkehrsstudio gab es auf den Autobahnen in NRW – und damit auch der A2 – mitten im Berufsverkehr keinen einzigen Kilometer Stau.

Dementsprechend fällt auch die Bilanz der Polizei positiv aus. Sprecher Uwe Maser berichtet von einer entspannten Nacht und einem ruhigen Morgen. Anders als bei früheren Schneeereignissen in der Vergangenheit seien größere Unfallgeschehen ausgeblieben. „Bisher können wir den Verkehrsteilnehmern nur Lob aussprechen“, so Maser im NW-Gespräch. Rund sechs kleinere Unfälle habe es in der Region gegeben, aber nichts Wildes. Er sagt aber auch: „Die Gefahrenlage ist noch nicht vorbei. Für die kommenden Tage können wir noch keine Entwarnung geben“, sagt Maser mit Blick auf das Wochenende.

Auch die Feuerwehr in Herford spricht im NW-Gespräch von einer ruhigen Lage. „Es ist alles gut gegangen, es ist nichts passiert“, sagt Karsten Buschmann, Leiter der Feuerwehr. Bis zum Mittag habe es keine wetterbedingten Einsätze gegeben. Es gilt aber weiter vorsichtig zu sein auf den Straßen, vor allem in der Nacht.

Vorsicht, Glatteis!: Was Autofahrer bei glatter Straße unbedingt beachten sollten

Volle Notaufnahme im Kreisklinikum Herford-Bünde

Ganz anders die Lage in der Notaufnahme des Kreisklinikums Herford-Bünde. Dort sei die Arbeitsbelastung an diesem Freitag extrem, ebenso wie am Standort in Bünde. Die hohe Auslastung sei dabei aber nicht auf Glätte oder die Witterung zurückzuführen, sondern auf ein starkes Infektgeschehen sowie eine Vielzahl schwerer Erkrankungen wie Herzinfarkte, Schlaganfälle und Stürze, sagt Marco Kauling, Leiter der Notaufnahme und Chefarzt.

Die Mitarbeitenden arbeiteten am Limit, die Situation sei angespannt. Zwar gab es in der Vergangenheit bereits ebenfalls schon einmal hohe Belastungen, doch heute sei es besonders extrem. Es bleibe kaum Zeit zum Durchatmen. „Wir appellieren dringend an die Bevölkerung, bei diesem Wetter Vorsicht walten zu lassen und – wenn möglich – zu Hause zu bleiben“, so Kauling.

Alle Entwicklungen zum Wetter im Kreis Herford im Liveblog: