Die unendliche Geschichte um Mavels Daywalker hat womöglich einen neuen Tiefpunkt erreicht: Neuesten Berichten zufolge wurde der geplante „Blade“-Film mit Mahershala Ali endgültig beerdigt. Doch ganz verschwinden soll der Vampirjäger nicht.

Bereits 2019 kündigte Marvel die Rückkehr des legendären Vampirjägers Eric Brooks, besser bekannt als „Blade“, in Form eines neuen Kinofilms an. Und nachdem in der ikonischen Trilogie der 2000er noch Wesley Snipes als halb menschlicher, halb vampirischer Daywalker Jagd auf die Blutsauger machte, sollte nun Oscar-Preisträger Mahershala Ali die Hauptrolle im Reboot übernehmen.

Doch bis heute warten die Fans vergeblich: Nach etlichen Verschiebungen, Regisseur-Abgängen und mehrfach komplett umgeschriebenen Drehbüchern scheint die Wartezeit kein Ende zu nehmen. Allerdings könnte die Hängepartie rund um den neuen „Blade“ jetzt ein abruptes Finale finden – allerdings nur, weil Marvel-Boss Kevin Feige angeblich die Reißleine gezogen hat.

Insider-Bericht: Radikaler Kurswechsel bei Marvels Vampirjäger

Wie der renommierte Hollywood-Insider Jeff Sneider jetzt nämlich in der neusten Ausgabe des The Hot Mic-Podcasts (via CosmicBook) berichtet, sei der geplante „Blade“-Film „tot“. Laut Sneiders Quellen habe Marvel die ursprünglichen Pläne für ein eigenständiges Abenteuer verworfen.

Ein kleines Trostpflaster gibt es aber dennoch: Der Charakter soll auch weiterhin fester Teil des MCU bleiben. Doch anstatt allein auf Vampirjagd zu gehen, wird Blade jetzt offenbar direkt als Mitglied der Midnight Sons eingeführt: „Er wird nicht in einem Solofilm eingeführt“, so Sneider. „Er wird in Midnight Sons eingeführt.“

Dabei handelt es sich um eine Gruppierung, die sich auf übernatürliche und magische Bedrohungen spezialisiert hat. Zu den prominentesten Mitgliedern zählen unter anderem Moon Knight, Morbius, Ghost Rider und allen voran Doctor Strange. Videospiel-Fans erinnern sich in diesem Zusammenhang womöglich an das Strategie-Rollenspiel „Marvel’s Midnight Suns“ der „XCOM“-Macher von Firaxis, das lose auf der Comic-Truppe basiert.

Chaos hinter den Kulissen

Sollten sich die Gerüchte bewahrheiten, wäre das ein herber Schlag für alle, die auf ein düsteres Solo-Reboot mit Mahershala Ali gehofft hatten. Besonders bitter für die Fans: Der Team-Film rund um die Midnight Sons soll laut Sneider erst nach „Avengers: Secret Wars“ erscheinen, der im Dezember 2027 in die Kinos kommt. Das würde bedeuten, dass zwischen der ersten Ankündigung und dem tatsächlichen Auftritt von Ali fast zehn Jahre vergangen wären.

Unwahrscheinlich wäre das jähe Ende des Solo-Projekts allerdings nicht, denn die Probleme hinter den Kulissen waren massiv. Kevin Feige gab kürzlich selbst zu, dass man mindestens vier verschiedene Versionen des Films entwickelt habe. Eine davon spielte in der Vergangenheit und rückte Blades Tochter ins Zentrum, während Ali fast zur Nebenfigur degradiert wurde – ein Skript, das nach heftiger Kritik, auch seitens des Hauptdarstellers, verworfen wurde.

Wie chaotisch es tatsächlich zuging, verdeutlicht ein bizarres Detail: Die ursprünglich für „Blade“ entworfenen Kostüme wurden Berichten zufolge bereits für einen anderen Film zweckentfremdet – den im letzten Jahr veröffentlichten Vampir-Thriller „Sinners“ von Ryan Coogler.

Weitere Neuigkeiten aus dem Marvel-Universum:

Immerhin gab es zuletzt gute Nachrichten für die Videospieladaption von „Blade“, die bei den „Dishonored“-Entwicklern von Arkane entsteht: Ende Dezember erklärte Studio Director Dinga Bakaba, dass sich „Marvel’s Blade“ nach wie vor in Arbeit befindet und ein „besonderes Spiel“ wird – das allerdings auch noch mehr Zeit benötige.

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