Tarifkonflikt
Warnstreik an der Uniklinik Düsseldorf am Dienstag
Aktualisiert am 09.01.2026 – 14:45 UhrLesedauer: 1 Min.
Streik in Düsseldorf (Archivbild): Warnstreiks finden nächste Woche an mehreren Unikliniken statt. (Quelle: Dominik Bund/imago-images-bilder)
Vor der zweiten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder ruft Verdi NRW zu Arbeitskampfmaßnahmen auf – auch in Düsseldorf.
An mehreren Unikliniken in Nordrhein-Westfalen hat die Gewerkschaft Verdi zu zweitägigen Warnstreiks aufgerufen. Am Dienstag und Mittwoch (13./14. Januar) sind Aktionen an den Unikliniken Köln, Bonn und Essen geplant, wie Verdi NRW mitteilte. An der Uniklinik Düsseldorf ist demnach ein eintägiger Warnstreik für den kommenden Dienstag angekündigt.
Hintergrund der Warnstreiks an Unikliniken sind die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder. Verdi verlangt von den Arbeitgebern in der zweiten Verhandlungsrunde am 15. und 16. Januar in Potsdam ein „faires und verhandlungsfähiges Angebot“. Bleibe das aus, werde der Druck weiter erhöht.
„Die Arbeitgeber sind ohne Angebot in die Verhandlungen gestartet. Wer mit leeren Händen kommt, provoziert Widerstand“, sagte der stellvertretende Landesbezirkschef Frank Bethke. Die Länder sparten seit Jahren am Personal, während die Aufgaben wüchsen. Ein starker öffentlicher Dienst sei kein Luxus, sondern Grundlage für einen funktionierenden und demokratischen Staat.
Für die 925.000 Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert die Gewerkschaft sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert. Studentische Beschäftigte sollen ein tariflich garantiertes Mindeststundenentgelt erhalten, erklärte Verdi.
Verdi NRW plant bereits ab dem kommenden Montag zahlreiche Warnstreiks. Neben einigen Unikliniken sind in der neuen Woche demnach auch die Bereiche Hochschulen und Universitäten, Landesverwaltung und Justiz betroffen.
