Die Österreicher konnten den Franzosen lange Paroli bieten und kamen wenige Minuten vor Schluss beim Stand von 27:28 sogar dem Ausgleich nahe, als Sebastian Frimmel eine Topchance liegenließ. Erst im Finish konnten sich „Les Bleus“ richtig absetzen. Im Vergleich zum 29:30 am Dienstag gegen Tschechien gelang Mykola Bilyk und Co. eine deutliche Leistungssteigerung, auch Tormann Leon Bergmann wusste zu überzeugen. Bester ÖHB-Werfer war Lukas Hutecek mit neun Treffern.

„Ich bin unglaublich zufrieden“, freute sich Teamchef Romero im ORF-Interview über die starke Leistung, von der er selbst ein wenig überrascht war. „Wir haben gegen eine der besten Mannschaften der Welt gespielt, da muss alles klappen. Aber trotzdem hatten wir die Chance bis zur letzten Minute. Und wir haben alles gegeben bis zur letzten Minute.“

EM-Generalprobe gegen Slowenien

Am Sonntag trifft die ÖHB-Auswahl bei der EM-Generalprobe auf Slowenien, das davor gegen Island mit 26:32 den Kürzeren gezogen hatte. „Das sind alles Mannschaften, die auf diesem extrem hohen Niveau sind, das uns dann in der Vorrunde erwartet“, hob Kapitän Bilyk bereits vor dem Start die Bedeutung des topbesetzten Vorbereitungsturniers in Paris für die EM-Endrunde in Dänemark, Schweden, Norwegen hervor.

Handball-EM 2026

Spielplan und Tabellen

Die Reaktion auf die Niederlage im Testspiel gegen Tschechien sei jedenfalls die richtige gewesen, sagte Frimmel im ORF-Interview. „Wir wollten wirklich sehr, sehr konzentriert spielen, diese Sachen im Rückzug verbessern, uns mehr organisieren. Das ist uns in der ersten Halbzeit noch nicht so gelungen, aber in der zweiten dann. Und deswegen glaube ich schon, dass es eine gute Reaktion war. Jetzt haben wir noch ein Testspiel. Wenn wir dann nochmal einen Schritt machen können, dann bin ich sehr, sehr optimistisch für die EM.“

„Bei der EM ist alles möglich“

Nach dem Duell mit Slowenien geht es für die Truppe von Coach Romero am Dienstag nach Herning in Dänemark, wo am 15. Jänner (20.30 Uhr) die Auftaktpartie gegen Deutschland steigt. Weitere Gegner in Gruppe A sind Spanien (17. Jänner, 18.00 Uhr) und Serbien (19. Jänner, 18.00 Uhr, alle Spiele live in ORF1). Zumindest Platz zwei ist zum Aufstieg in die Hauptrunde nötig. „Es ist die mit Abstand schwerste Gruppe“, sagte Kapitän Bilyk, der so wie Frimmel auf ähnlich starke Vorstellungen wie bei der EM 2024 hofft.

Damals setzte man sich in einer Vorrundengruppe mit unter anderem Spanien und Kroatien durch. Das Ziel für die Österreicher ist trotz der starken Gruppengegner dennoch der Aufstieg. ÖHB-Teamchef Romero traut seiner Auswahl jedenfalls viel zu. „Wenn wir unser Bestes geben, jeden Tag, in jedem Training, und auf uns vertrauen, dann ist alles möglich. Wir können jedem Gegner in die Augen schauen“, sagte der Spanier. Von seinen Spielern verlangt er, dass sie jederzeit bereit sind zu kämpfen.