Liebe Leserinnen und Leser,
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man kann bei geräumter Fahrbahndecke mit Tempo 50 über die Brücke der Wuppertalsperre schleichen und eine Fahrzeugschlange hinter sich herziehen. Man muss das aber nicht. Denn sicher fährt, wer seine Geschwindigkeit den winterlichen Straßenverhältnissen anpasst. Das allerdings, ohne dabei zum Verkehrshindernis zu werden, denn auch das birgt Unfallgefahr.
Doch die Begegnung auf schneefreiem Asphalt, von der hier die Rede ist, zeigt nur, dass es Menschen gibt, die in ungewohnter Situation leicht überfordert sind. Dass es Menschen gibt, die wenig Resilienz besitzen.
Und Menschen, für die Solidarität ein Fremdwort bleibt. Auch dafür finden sich Beispiele in dieser Woche.
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Der eine schaufelt, der andere meckert
Da gibt es den Mann, der nicht nur den eigenen, sondern auch den schneebedeckten Bürgersteig des Nachbarn freischaufelt, weil der alt ist und es selbst nicht mehr kann. Und dann gibt es jene, die so etwas nicht tun und lieber im Internet meckern.
Für einen Beinahe-Shitstorm sorgten deshalb die Müllmänner von den Technischen Betrieben. Der Anlass: Nachdem sich einer von ihnen bei einem Unfall verletzt hatte, baten die Männer in Orange die Remscheider darum, den Weg zu den Mülltonnen von Eis und Schnee zu befreien. Damit sie mit ihren schweren Tonnen leichter über die Schneewülste zu ihrem Müllfahrzeug kommen.
Die Reaktionen sprechen Bände
Die Reaktionen, die es darauf in den sogenannten sozialen Netzwerken hagelte, sprechen Bände darüber, wie sozial wir tatsächlich miteinander umgehen. Dafür zahle er doch wohl Müllgebühren, befand einer und blieb mit seiner Meinung nicht allein.
Wie sagte Helmut Schmidt noch gleich? In der Krise beweist sich der Charakter.
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Wir müssen in Zukunft solidarischer miteinander umgehen. Anderenfalls werden wir den Herausforderungen unserer Zeit nicht gewachsen sein. Ein Beispiel dafür lieferte in dieser Woche der Stromausfall in Berlin, wo nach einem Anschlag von mutmaßlich linksextremen Öko-Anarchisten viele Tausend Menschen für mehrere Tage in der Kälte saßen.
Was deutsche Anarchos schaffen, sollte russischen Agenten gelingen
Die Ursache: Ein Bündel Stromkabel hatte gebrannt. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn es zu einer konzertierten Aktion gegen mehrere solcher Strombündel kommen sollte. Davon gibt es Tausende in Deutschland. Und was deutschen Anarchos gelang, sollte auch russischen Agenten gelingen.
Die deutsche Infrastruktur ist kaum zu schützen, dafür ist sie zu groß. Allerdings kann sie ausgebaut werden, um sie weniger anfällig zu machen. Doch das braucht im besten Fall viel Zeit. Wir müssen deshalb wieder lernen, uns selbst zu helfen. Wenigstens für eine Weile. Denn da geht es der Feuerwehr im Katastrophenfall genauso wie den Räumdiensten bei Schneefall: Sie können nicht überall zur gleichen Zeit sein.
Das geht nicht an Prepper oder Apokalyptiker
Für frühere Generationen war es selbstverständlich, einen Vorrat an Lebensmitteln daheim zu haben: Die Kartoffeln lagerten im Keller, Obst und Gemüse wurden eingekocht, Nudeln, Reis und Mehl lagen trocken im Vorratsschrank. Und wenn einmal etwas ausgegangen war, dann half man sich gegenseitig aus. Im Überangebot ist das aus der Mode gekommen.
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Wenn die Feuerwehr heute dazu aufruft, das Nötigste wieder zu bevorraten, redet sie damit nicht den Preppern und Apokalyptikern das Wort. Der Aufruf ist rein praktischer Natur. Die Katastrophenhelfer müssen sich im Falle eines Stromausfalles um diejenigen kümmern, die wirklich Hilfe benötigen. Und nicht um Leute, die nichts mehr im Haus haben, weil der Supermarkt geschlossen ist.
Der Mensch ist lernfähig
Doch wir müssen die Hoffnung nicht fahren lassen. Der Mensch ist lernfähig. Auch das zeigte sich in dieser Woche. Auf die Warnungen der Wettdienste machten sich die Remscheider rechtzeitig auf den Heimweg, bevor die Schneewalze über sie kam beziehungsweise die Straßen zu Rutschbahnen wurden. Und sei es, dass sie mit Tempo 50 über die Brücke der Wuppertalsperre schlichen.
Ich wünsche Ihnen ein stimmungsvolles Winterwochenende!
Ihr Axel Richter, Lokalchef
Top: Weiter spanische Küche in Lennep: Die Zukunft des La Paella ist gesichert.
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Flop: Wie achtlos kann man sein? Supermarktkunden legen Fleisch in den Regalen ab, wo es vergammelt.
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