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Google schaltet ab 2026 zwei Features beim Gmail-Dienste ab. Millionen Nutzer mit mehreren E-Mail-Konten sind betroffen.
Kassel – Auf Verbraucher kommt im neuen Jahr 2026 einiges Neues zu. Google stellt bei Gmail zwei Features für E-Mails zum Jahreswechsel um. Wer mehrere E-Mail-Konten über Gmail verwaltet, muss jetzt schnell handeln – sonst drohen massive Probleme beim E-Mail-Empfang.
Google schaltet bei Gmail zwei Funktionen ab – Nutzer müssen jetzt handeln (Symbolfoto). © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn
Ab Januar 2026 wird Gmail Gmailify und POP in Gmail nicht mehr unterstützen, teilt Google auf seiner Support-Seite mit. Über diese beiden Funktionen ließen sich E-Mails von externen Postfächern wie Yahoo, Outlook oder GMX bei Gmail verwalten. Dazu gehörten Spamschutz, automatische Kategorisierung, erweiterte Suchfunktionen und Push-Benachrichtigungen.
Google streicht zwei Funktionen in Gmail – Gmailify und POP3 seit 2026 weg
Um E-Mails von verschiedenen E-Mail-Konten über Gmail zu verwalten, eine komfortable Sache. Allerdings eben nur bis Januar 2026. Externe Postfächer, die bisher per POP3-Protokoll eingebunden waren, fallen jetzt bei Gmail weg.
Google empfiehlt als Alternative das moderne Internet Message Access Protocol (IMAP), welches bereits seit Januar 2025 Standard bei Gmail ist. Jedoch ist diese Umstellung mit Einschränkungen verbunden: Nutzer verlieren die gewohnten Gmail-Extras wie Spamfilter und intelligente Sortierung für externe Konten.
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Fotostrecke ansehenExterne Mails bei Google Gmail verwalten – was Nutzer jetzt tun müssen
Als Workaround schlägt Google zwei Möglichkeiten vor: die automatische Weiterleitung per Web oder externe Kontos in der Gmail-App hinzuzufügen.
- Automatische Weiterleitung von externen E-Mails in das Gmail-Postfach: Dabei leiten Nutzer ihre E-Mails vom ursprünglichen Anbieter direkt an Gmail weiter. Auf einige praktische Funktionen wie Spamfilter und automatische Sortierung müssen die Nutzer jedoch verzichten.
- Externe Konten lassen sich laut Google auch via Gmail-App (Mobilgeräte) hinzufügen, jedoch nur über IMAP. „Sie können weiterhin E-Mails von Ihrem anderen Konto in der Gmail-App für Android, iPhone und iPad lesen und senden. Diese App verwendet eine Standard-IMAP-Verbindung.“
Die Änderungen betreffen nur zukünftige E-Mails, heißt es bei tech.slashdot.org. Bereits mit dem Gmail-Konto synchronisierte E-Mails bleiben erhalten, schreibt auch Google Support. Viele Gmail-Nutzer müssen sich jetzt an das neue System gewöhnen.
Änderungen bei Google – externes Mail-Konto in Gmail checken
Ob externe Mails in Gmail über POP3 eingebunden sind, lässt sich wie folgt überprüfen:
- Öffne Gmail im Web-Browser
- Klicke auf das Zahnrad (oben rechts), dann „Alle Einstellungen aufrufen“
- Klicke auf „Konten“
- Unter „E-Mails von anderen Konten abrufen“ sind alle externen Mail-Konten zu sehen, die bei Gmail eingebunden sind, und Postfächer mit POP3-Anbindung gelistet. Falls Konten mit POP3-Anbindung vorhanden sind, muss aktiv auf IMAP umgestellt werden. Das Protokoll muss jedoch auch beim Drittanbieter aktiviert sein.
Externe Postfächer werden jedoch bei Gmail nicht mehr wie gewohnt dargestellt. Damit E-Mail-Nachrichten von Drittanbietern im Gmail-Postfach landen, ist laut Google eine automatische Weiterleitung nötig. Es gibt keine fortlaufende Synchronisierung neuer Nachrichten mehr, so heise.de. Einmalige Importe von E-Mails oder Kontakten aus Drittanbieter-Konten lassen sich jedoch weiterhin durchführen.
Mit einer E-Mail-Betrugsmasche versuchen Kriminelle indes, an das Geld vieler Verbraucher zu kommen. Durch ein kleines Detail fliegt der fiese Trick jedoch sofort auf. (Quelle: Support Google, tech.slashdot.org, heise online) (ml)