Erst kürzlich war sie wieder bei ihrer Schwester auf dem Westfriedhof. Und stellte fest, dass in unmittelbarer Nachbarschaft erneut ein Grab aufgelöst worden ist. Mittlerweile, sagt die Augsburgerin, seien im Umfeld des Familiengrabs mehrere Grabstätten aufgelassen. „Neben ihr sind drei frei, auf der anderen Seite auch. Manchmal sage ich dann zu meiner Schwester: Jetzt bist du ganz allein hier. Irgendwie sieht das einfach traurig aus.“ Die Erfahrung der Augsburgerin ist kein Einzelfall und auch nicht auf den Westfriedhof begrenzt. Seit Jahren verändern sich die städtischen Friedhöfe. Weil sich die Gesellschaft verändert, viele Menschen ihren Angehörigen die Grabpflege ersparen wollen und der Trend von Erdbestattungen zu Feuerbestattungen geht. Noch überwiegt die Zahl der Erdgräber die der Urnengräber. Trotzdem ist der Wandel auf den Friedhöfen spürbar und die Stadt macht sich bereits Gedanken, wie sie reagieren kann.

  • Katharina Indrich

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