Ein Feuerwehrfahrzeug fährt auf einer überfluteten Straße

AUDIO: Nachrichten 08:00 Uhr – 10.01.2026 (4 Min)

Stand: 10.01.2026 08:56 Uhr

Sturmtief „Elli“ hat Schnee, Eis und Sturmböen nach Schleswig-Holstein gebracht. Die Ostsee trat an einigen Orten über die Ufer. News zum Wetter in SH im Liveticker.

Das Wichtigste im Überblick:

08:47 Uhr

Lübeck: Lage auf den Straßen entspannt sich

Nachdem am Morgen sowie in der Nacht in und um Lübeck Schneeverwehungen für Unfälle gesorgt haben, beruhigt sich die Lage nun offenbar. Bislang sind keine neuen Unfälle dazugekommen, sagte die Polizei auf Nachfrage von NDR Schleswig-Holstein. Auch habe es keine weiteren Glätteunfälle gegeben.

08:24 Uhr

Unwetterwarnung aufgehoben, BSH warnt vor Sturmflut

Der Deutsche Wetterdienst hat die Unwetterwarnung ab sofort aufgehoben. Für die deutsche Ostseeküste besteht jedoch laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Gefahr einer Sturmflut. Heute Vormittag erwartet das BSH in der Kieler Bucht Wasserstände bis 1,20 Meter über Normalhöhennull. In der Lübecker Bucht prognostiziert es erhöhte Wasserstände bis 1 Meter, westlich Rügens und östlich Rügens bis 0,90 Meter über Normalhöhennull.

08:20 Uhr

Entwarnung in Schleswig

Ein hoher Wasserstand der Schlei in Schleswig.

Die Schlei erreichte am Morgen den Scheitelpunkt, der etwa 1,10 Meter betrug.

In Schleswig gehen die Anwohner entweder nochmal schlafen oder frühstücken: Die Einsatzkräfte von der Feuerwehr und den Stadtwerken packen allmählich zusammen. Laut Bürgermeister Dose bestehe keine Gefahr mehr. Es habe bislang auch keine Schäden gegeben.

08:14 Uhr

Einschränkungen im Regionalverkehr der Bahn

Auf den regionalen Zugverbindungen in Schleswig-Holstein gibt es weiterhin Ausfälle und Verspätungen. Zwischen Flensburg und Neumünster zum Beispiel fahren noch keine Züge, sagt die Deutsche Bahn. Das gleiche gilt für die Nordbahn-Strecken zwischen Büsum und Neumünster, Kiel und Eckernförde oder auch im Süden zwischen Itzehoe beziehungsweise Wrist und Hamburg. Die Nordbahn will die Strecken zunächst überprüfen, etwa, ob es Schneeverwehungen gibt. Erst wenn alles sicher ist, wird der Betrieb wieder aufgenommen.

Ein Zug der Nordbahn steht an einem Gleis des Bahnhofs in Heide.

Schneesturm „Elli“ wirkt sich vor allem auf den Bahnstrecken in SH weiter aus. Diese Linien sind weiter betroffen.

07:28 Uhr

Weiterhin Vorsicht vor Schneeverwehungen auf den Straßen

Auf den Straßen müssen Autofahrende nach wie vor mit Schneeverwehungen rechnen. Ein Polizeisprecher sage NDR Schleswig-Holstein, dass in der Nacht und am Morgen mehrere Laster und Pkw im Schnee steckengeblieben sind. Zum Beispiel bei Ahrensbök (Kreis Ostholstein) oder auch in Kollow und Groß Pampau im Kreis Herzogtum Lauenburg. Seit gestern Abend gab es im Südosten und Osten Schleswig-Holsteins laut Leitstelle rund ein Dutzend glättebedingte Unfälle – unter anderem in Stockelsdorf (Kreis Ostholstein), Reinbek (Kreis Stormarn) und Hohenhorn (Kreis Herzogtum-Lauenburg). Meist waren Autos in Gräben gerutscht. Es blieb aber fast überall bei Blechschäden.

07:23 Uhr

Zug gegen umgestürzten Baum gefahren: Strecke Lübeck-Eutin wieder frei

In Lübeck war das Hochwasser nicht so stark wie andernorts in Schleswig-Holstein. Dort ist die Trave zwar über die Ufer getreten, doch Häuser waren nicht in Gefahr. Allerdings hat der starke Wind im Binnenland weiter für Probleme gesorgt. Auf der Bahnstrecke Lübeck-Eutin (Kreis Ostholstein) ist laut Bundespolizei am Freitagabend ein Zug gegen einen umgestürzten Baum gefahren. Verletzt wurde niemand. Laut Bahnbetreiber Erixx wurde der Zug auch nur leicht beschädigt. Die Strecke musste vorübergehend gesperrt werden, mittlerweile fahren die Züge wieder.

07:10 Uhr

In Flensburg geht der Pegel bereits zurück

In Flensburg steht das Wasser auf der Straße.

In Flensburg ist das Hochwasser bislang glimpflich verlaufen.

In Flensburg ist das Hochwasser in der Nacht auf etwa 1,30 Meter gestiegen – aber der Pegel geht bereits zurück. Schäden sind der Polizei und Leitstelle bislang nicht bekannt. Um kurz nach 3 Uhr in der Nacht wurde die Schiffbrücke gesperrt – mittlerweile ist sie wieder freigegeben.

07:05 Uhr

In Schleswig steht das Wasser teils knöcheltief

Ein Mann steht in der Haustür.

Jesper Nielsen wohnt seit 1987 im Hafengang – abgesehen vom großen Sturm im Oktober 2023 sei es dort ruhig gewesen. Jetzt beobachtet er das Hochwasser.

Nach Sturmtief Elli kommt die Sturmflut: Davor warnt das Bundesamt für Hydrographie. An der Schlei in Schleswig liegt der Pegelstand aktuell bei etwa 1,10 Meter. Rund 100 Kräfte von Feuerwehr und Stadtwerken sind dort laut Bürgermeister Stephan Dose (SPD) rund um den Stadthafen im Einsatz. Die Anwohner sagten NDR Schleswig-Holstein, dass sie ganz genau schauen, wie es weitergeht. So meint Jesper Nielsen, der im Hafengang wohnt: „Die Gedanken kommen ja: Wird es mehr, oder geht es rückwärts?“ Denn heute Nacht und heute Morgen kommt das Wasser höher, als gedacht. Das Wasser steht teilweise knöcheltief auf den Straßen.

06:36 Uhr

Hochwasser: Großes Chaos bislang ausgeblieben

In Schleswig steht eine Hochwasserschutzwand vor einem Haus.

Rote Schutzwände sollen die Häuser in Schleswig vor dem Hochwasser schützen.

Trotz des Hochwassers gibt es in Kiel und im Norden bislang keine außergewöhnliche Lage, teilten die Leitstellen am frühen Morgen mit. In Schleswig (Kreis Schleswig-Flensburg) ist der Wasserstand der Stadt zufolge in den vergangenen Stunden erneut angestiegen und bleibe weiterhin hoch. Er werde fortlaufend überwacht, um bei weiteren Veränderungen kurzfristig reagieren zu können. Aufgrund der erhöhten Pegelstände soll die Knud-Laward-Straße im Bereich des Hafens vollständig gesperrt werden.

05:54 Uhr

Fernverkehr im Norden soll heute wieder anlaufen

Die Deutsche Bahn will den wegen des Unwetters eingestellten Fernverkehr in Norddeutschland heute früh schrittweise wieder aufnehmen, wie das Unternehmen mitteilt. Zunächst sei aber trotzdem bundesweit noch mit Einschränkungen und Zugausfällen zu rechnen.

Winterdienst-Mitarbeiter schieben Schnee von einem Bahnsteig am Hamburger Hauptbahnhof.

Im Fern- und Regionalverkehr sollen heute nach und nach wieder Züge rollen. Auf den Straßen im Norden kann es weiterhin sehr glatt sein.

05:45 Uhr

1.500 Besucher bei Rodelnacht erwartet

Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und die DLRG laden heute ab 18 Uhr zur gemeinsamen Rodelnacht in Burg (Kreis Dithmarschen) ein. Treffpunkt ist laut Veranstalter der Hammberg. Wer keinen Schlitten besitzt, darf mit allem rutschen, was „die Sicherheit nicht beeinträchtigt“. Die Rodelnacht wird seit 2003 veranstaltet, sofern es die Wetterlage im Winter zulässt.

05:15 Uhr

Schulbetrieb ab Montag wieder regulär

Das Bildungsministerium rechnet nach eigenen Angaben damit, dass an den öffentlichen und allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein am Montag wieder regulärer Unterricht stattfindet. Man beobachte die Straßen- und Witterungslage aber fortwährend. Am Freitag war wegen des Winterwetters in neun Kreisen die Schule ausgefallen.

Video:
Teils schulfrei in Schleswig-Holstein wegen Schnee (2 Min)

05:00 Uhr

Liveticker zum Winterwetter – Moin an Tag drei!

Guten Morgen! Wir melden uns nach zwei ereignisreichen Tagen zurück mit unserem Liveticker zum Schneegestöber aus Schleswig-Holstein. Hier gibt es Nachrichten und Geschichten rund um das Winterwetter. Heute zieht Sturmtief „Elli“ aller Voraussicht nach aus Schleswig-Holstein ab. Aufgrund der Schneeverwehungen sind die Straßen aber noch immer glatt. Auch frische Schneeschauer kann es heute weiterhin geben. Morgen zeigt sich dann endlich wieder die Sonne.

Eine Schneefräse der Deutschen Bahn ist auf dem Streckenabschnitt zwischen Eckernförde und Rieseby Süd unterwegs

Das Sturmtief zieht langsam aus Schleswig-Holstein ab. Auch am Sonnabend ist jedoch mit Sturmböen und Schneeschauern zu rechnen.

Ein Zug der Nordbahn steht an einem Gleis des Bahnhofs in Heide.

Schneesturm „Elli“ wirkt sich vor allem auf den Bahnstrecken in SH weiter aus. Diese Linien sind weiter betroffen.

In Flensburg steht Wasser auf den Straßen.

Seit Freitag pustet Tief „Elli“ das nördlichste Bundesland ordentlich durch – die Auswirkungen des Wintersturms im Liveticker zum Nachlesen.

Und so läuft es in den anderen Bundesländern:

Ein Winterdienst-Mitarbeiter befreit am Morgen eine Treppe in Hannover von Schnee.

Der Bahnfernverkehr soll wieder anrollen, weiterhin gibt es aber Einschränkungen. Im Liveticker halten wir SIe auf dem Laufenden.

Schnee in Westmecklenburg

Das Sturmtief „Elli“ sollte vor allem den Südwesten des Landes treffen. Hier finden Sie alle Meldungen des Livetickers.

Eine U-Bahn fährt in Hamburg bei Schneefall am Baumwall entlang.

„Elli“ hatte Hamburg am Freitag fest im Griff. Heute soll aber bei der Bahn etwas Normalität einkehren, es gibt trotzdem Einschränkungen.

06:00 Uhr

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