Dieser Skandalfilm sorgte für gespaltene Kritiker-Meinungen.

Dieser Skandalfilm sorgte für gespaltene Kritiker-Meinungen.Bild: Concorde Filmverleih

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Nur wenige Filme sorgten in den letzten Jahren für so viel Kontroverse wie dieser Streifen, der sogar in zwei Teilen erschien. Aktuell läuft das Finale im Stream.

Anika Jany

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Als Lars von Trier im Jahr 2013 „Nymphomaniac – Teil 1“ in die Kinos brachte, löste er eine wahre Welle an Empörung aus. Der Erotikfilm lotet die Grenzen zwischen Spielfilm und Pornografie aus und provoziert hauptsächlich durch explizite Darstellungen sexueller Aktivitäten.

Die Geschichte beziehungsweise Odyssee der selbst diagnostizierten Nymphomanin Joe war im ersten Teil des Films jedoch noch nicht zu Ende, vielmehr folgte noch ein zweiter Teil.

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„Nymphomanic – Teil 2“: Darum geht es

In „Nymphomaniac – Teil 2“ setzt Joe (Charlotte Gainsbourg) ihre schonungslose Lebensbeichte gegenüber Seligman (Stellan Skarsgård) fort.

Der Fokus liegt nun auf den dunkleren Konsequenzen ihrer Sexsucht: emotionale Leere, Selbstzerstörung und die Suche nach Schmerz als Ersatz für Lust.

In Rückblenden sehen wir ihre Beziehung zu Jerôme (Shia LaBeouf), ihre Erfahrungen als Domina und die Eskalation ihrer Obsession. Auch neue Figuren wie K (Jamie Bell) prägen ihren Weg, während Joe zunehmend mit Schuld, Scham und der eigenen Entfremdung konfrontiert wird.

„Nymphomaniac – Teil 2“: Kritiker sind gespalten

Der zweite Teil von Lars von Triers „Nymphomaniac“ nahm laut „Box Office Mojo“ weltweit bei einem Budget von 2,5 Millionen Dollar fast 5 Millionen Dollar ein.

Für einen Arthouse-Film in diesem speziellen Genre kann das Einspielergebnis noch immer als Erfolg gewertet werden – insbesondere im Hinblick auf den Skandal, den diese Filmreihe auslöste.

Gerade aufgrund seiner expliziten Sex-Darstellung und den doch tiefgründigen und intimen Themen, die der Film anspricht, wirkt der Streifen auf einen Teil des Publikums eher abschreckend.

Lars von Triers Vision wird von Kritikern gelobt

Bei Rotten Tomatoes vergab das Publikum nur 55 Prozent, während die Kritik die Wertung auf 59 Prozent anhob.

Die positiven Stimmen loben primär Lars von Triers visionäre Art und Weise, einen Film zu gestalten.

So heißt es auf Rotten Tomatoes: „Der Film profitiert nach wie vor von Lars von Triers einzigartigem Können und seiner Vision sowie von einer bravourösen Leistung von Charlotte Gainsbourg.“

Am 9. Januar lief „Nymphomaniac – Teil 2“ ab 22.25 Uhr bei 3sat, nachdem am 8. Januar schon der erste Teil auf dem Sender ausgestrahlt wurde. Bei Amazon Prime ist der Film als Kauf- und Leihtitel erhältlich, während man ihn bei Magenta TV auch im Abo sehen kann.