Tief „Elli“ hält Deutschland im eisigen Griff. Im Süden werden bis zu 50 Zentimeter Neuschnee erwartet, im Norden ist der Bahnverkehr noch eingeschränkt, aber es gibt teilweise Entwarnung. Auf zahlreichen Autobahnen und Bundesstraßen kam es zu Glätteunfällen. Millionen Deutsche fragen sich jetzt: Wie geht es weiter mit „Elli“? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verrät es.
Meteorologin warnt
Erst war der Norden dran, jetzt der Süden. Das Sturmtief sorgt heute besonders in Baden-Württemberg für Gefahr. Im Schwarzwald gilt noch bis zur Nacht eine Unwetterwarnung der Stufe drei. In höheren Lagen der Region könnten bis zu 50 Zentimeter Neuschnee fallen. DWD-Meteorologin Helga Scheef warnt: „Wenn man nicht weg muss, sollte man zu Hause bleiben. Oder zumindest vorsichtig fahren.“ In Bayern wird starker Wind, im Oberallgäu sogar bis zu 30 Zentimeter Schnee erwartet. Dafür können die Menschen im Norden langsam aufatmen.

Ein eingeschneites Schild in Schopfloch (Schwarzwald)
Foto: 7aktuell.de/Alexander Hald

Auf der A73 zwischen Coburg und Eisfeld überschlug sich in der Nacht auf Samstag ein Auto
Foto: NEWS5
Hamburger Winterdienst im Großeinsatz
Im ganzen Land kam es in der Nacht auf Samstag zu Unfällen wegen Glätte: Bei Coburg überschlug sich ein Mercedes, als er von der schneebedeckten Fahrbahn abkam, im Schwarzwald rutschte ein Schneepflug einen Abhang hinunter. Die Schneefälle im Norden und Osten sollen jedoch nachlassen. Es gibt nur noch wenige Zentimeter Neuschnee. Dennoch ist der Fernverkehr weiterhin eingeschränkt, die Deutsche Bahn empfiehlt, Reisen zu verschieben. Der Winterdienst ist in Hamburg mit 728 Einsatzkräften und 360 Fahrzeugen im Großeinsatz in Niedersachsen kämpfen die Räumfahrzeuge gegen die Schneemassen, in Hannover liegt der Busverkehr lahm.

Die Straßen sind nicht mehr zu erkennen: In Leezdorf (Landkreis Aurich, Niedersachsen) kämpft ein Radlader gegen die Schneemassen
Foto: NonstopNews

Ein Auto auf Norderney steckt am Samstag in einer Schneewehe fest
Foto: Volker Bartels/dpa
Und wie sieht es mit der Glätte auf unseren Straßen aus?
Heute Morgen – abgesehen von tiefen Lagen im Südwesten und Süden – zeigt der Winter sein frostiges Gesicht. Die Temperaturen liegen meist zwischen minus 5 und 0 Grad, im Norden und Osten bei minus 9 bis minus 5 Grad. Dabei gibt es neben Schneeglätte auch Glätte durch überfrierende Nässe. Tagsüber im Norden und Osten (von den Küsten abgesehen) herrscht Dauerfrost bei Höchstwerten zwischen minus 7 und 0 Grad.
In der Nacht zum Sonntag verbreitet mäßiger, gebietsweise strenger Frost zwischen minus 12 und minus 6 Grad, bei Aufklaren und über Schnee örtlich um oder unter minus 15 Grad. Im Süden und am Erzgebirge noch leichter Schneefall, zu den Alpen hin zurückziehend. Dort fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee, im Allgäu auch mehr. Sonst nur noch wenige Zentimeter.