Solingen. Ein ungewöhnliches Aufeinandertreffen steht am Freitag, 31. Januar, im Theater und Konzerthaus bevor: Beim ersten „Dead or Alive Poetry Slam“ treten literarische Klassiker, für den Punkt „Dead“, also tot, gegen zeitgenössische „Alive“, also lebendige, Bühnenpoesie an. Das Format verbindet Schauspiel, Literatur und Poetry Slam zu einem Abend, an dem Texte aus unterschiedlichen Jahrhunderten auf Augenhöhe miteinander konkurrieren.
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Auf der „Dead“-Seite stehen berühmte Autorinnen und Autoren der Literaturgeschichte. Ihre Texte werden von Schauspielerinnen und Schauspielern des Solinger Theaterensembles und anderen Bühnen interpretiert und performativ auf die Bühne gebracht.
Heine, Sophokles und Beckett an einem Abend
Der Kölner Schauspieler Gerd Buurmann schlüpft in die Rolle von Heinrich Heine, Renate Kemperdick verkörpert Sophokles, Dajana Berkenkopf interpretiert Texte von Samuel Beckett. Beide Schauspielerinnen gehören zum Solinger Stadtensemble. So treffen kanonische Werke auf eine zeitgenössische Spielweise.
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Ihnen gegenüber stehen drei profilierte Vertreter der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene: Daniel Wagner, zweifacher deutscher Vize-Meister, Luise Wolff, amtierende NRW-Meisterin, sowie Malte Küppers, Tour-Poet, Comedian und Preisträger der Vestischen Literatureule. Sie präsentieren eigene Texte und vertreten die lebendige Gegenwart der Bühnenliteratur.
Alle haben zehn Minuten Auftrittszeit
Gespielt wird nach klassischen Slam-Regeln: Jede Darbietung hat ein Zeitlimit, das Publikum entscheidet am Ende über den Ausgang des Abends. Moderiert wird die Veranstaltung von Slam-Poet und Entertainer Jan Schmidt, der den literarischen Wettstreit als gemeinsames Feiern von Text, Performance und Schauspiel versteht.

Am Ende geht es im Pina-Bausch-Saal laut Jan Schmidt um diese spannende Frage: „Haben die großen Legenden der Literatur aus dem Jenseits noch eine Chance gegen einige der besten Bühnenpoeten des Landes?“
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Termin: „Dead or Alive Poetry Slam“, Samstag, 31. Januar, 19.30 Uhr, Pina-Bausch-Saal, Theater und Konzerthaus, Konrad-Adenauer-Straße 71. Karten sind für 18 Euro im Vorverkauf an der Theaterkasse (Tel. 0212-204820) und im Onlineshop des Kulturmanagements unter theater-solingen.de erhältlich.
ST