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Die Politiker im Viertel verlangen eine einfache Lösung für einen Trinkbrunnen. Die Stadt München hatte das Projekt wegen zu hoher Kosten abgelehnt.

München – Ein geplanter Trinkbrunnen am Oertelplatz beschäftigt den Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing bereits seit einiger Zeit. Im Jahr 2023 war ein entsprechender Antrag von der Stadt mit dem Hinweis auf zu hohe Kosten abgelehnt worden; aus Sicht der städtischen Stellen standen damals Ausgaben im Raum, die im Verhältnis zum Projektumfang als nicht vertretbar galten. In der aktuellen Diskussion im Bezirksausschuss wurde nun eine einfachere Variante eines Trinkbrunnens ins Spiel gebracht.

Oertelplatz Allach-UntermenzingAm Oertelplatz soll ein Trinkwasserbrunnen entstehen. Das fordern die Viertelpolitiker aus dem Bezirksausschuss. © Andreas DaschnerTrotz Ablehnung der Stadt München wegen hoher Kosten: BA fordert Trinkbrunnen am Oertelplatz

Kein aufwendig gestalteter Stadtbrunnen soll es sein, sondern ein schlichter Trinkwasserbrunnen mit dünner Zuleitung, bei dem das Wasser im Durchflussprinzip geführt wird. Dadurch soll ein häufiger Wasseraustausch stattfinden, sodass eine befürchtete Gesundheitsgefahr – etwa durch Legionellen – nicht besteht.

Die Viertelpolitiker machten deutlich, dass ein solcher Brunnen gerade am Oertelplatz sinnvoll wäre, weil dort viele Menschen die S-Bahn nutzen. Die Möglichkeit, einen Schluck Wasser zu trinken, würde zur Aufenthaltsqualität beitragen.

Jeder hat eigene Wahrzeichen: München teilt sich in 25 Stadtbezirke, die sehr unterschiedlich sindBezirke in MünchenFotostrecke ansehenHäufiger Wasseraustausch soll Keime vermeiden

Im Bezirksausschuss stieß vor allem die Kostenschätzung auf Unverständnis. So habe Oberbürgermeister Dieter Reiter öffentlich erklärt, Trinkbrunnen kosteten in München schnell einen sechsstelligen Betrag. Aus Sicht einiger Mitglieder ist ein Betrag von rund 100 000 Euro für einen einzelnen Brunnen in dieser Größenordnung am Oertelplatz überzogen.

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Viertelpolitiker in Allach-Untermenzing halten Kostenschätzung für überzogen

Die Viertelpolitiker halten einen Trinkwasserbrunnen am Oertelplatz für dringend notwendig. Deshalb soll nun eine kostengünstigere, einfache Variante beantragt werden. Ziel ist es, mit einem reduzierten technischen und gestalterischen Aufwand eine alltagstaugliche Lösung zu erreichen, die sowohl finanziell als auch hygienisch vertretbar ist.