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TSVV-Leistungsträger Leon Gottlöber (li.) macht den Unterschied – wenn er sich nicht zu früh rausfoult.TSVV-Leistungsträger Leon Gottlöber (li.) macht den Unterschied – wenn er sich nicht zu früh rausfoult. © Christian Riedel / fotografie-ri

Die Regionalliga-Basketballer des TSV Vaterstetten empfangen am Samstag die DJK München. Trainer Drechsel kann fast alle Stammkräfte aufbieten. Ein Neuzugang feiert sein Heimdebüt.

Mit verstohlenem Seitenblick auf die arrivierten Ligakonkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel ist sich Kilian Drechsel sicher, dass man die dreiwöchige Spielpause auch deutlich intensiver, professioneller hätte nutzen können. „Wir haben so richtig eigentlich nur in dieser Woche trainiert“, räumt der Übungsleiter der Vaterstettener Regionalliga-Basketballer ein. „Aber so ist das eben. Für unsere Spieler ist es nur ein Hobby, andere können mit finanziellen Verpflichtungen eben auch andere Dinge erwarten.“

Bei den Regionalliga-Herren von der DJK SB München, die am Samstagnachmittag um 16.30 Uhr in der Baldhamer Realschulhalle zum Hinrundenabschluss aufdribbeln werden, geht Drechsel von einem vergleichbaren Vorbereitungsstand aus: „So weit ich das beurteilen kann, sind alle Jungs gut ins neue Jahr gekommen. Es ist keiner mit sieben Kilo Übergewicht zurück und den Restalkohol der Feiertage haben wir auch schon rausgeschwitzt.“

Wegweisendes Duell im Tabellenkeller

Unter anderem mit einem Test gegen die Ü35-Herren des FC Bayern. Ob es allerdings nun ein Vor- oder doch ein Nachteil ist, mit einem durchaus wegweisenden Kellerduell ins neue Punktspieljahr zu starten, kann der TSVV-Übungsleiter spontan selbst nicht einschätzen. „Das erste Spiel nach Weihnachten ist immer komisch. Letztes Jahr waren wir zur Halbzeit 15 Punkte gegen Milbertshofen hinten und haben am Ende recht souverän gewonnen.“

Ein Spielfilm, dessen Ende sich Drechsel am Samstagabend nur allzu gerne erneut ansehen würde. Denn genau einen Sieg liegen die Münchner vor den Vaterstettenern auf Rang neun und haben vor dem Jahreswechsel zwei herbe Klatschen kassiert. „Trotzdem sind sie für mich leichter Favorit“, sagt Kilian Drechsel, „weil sie deutlich länger schon in dieser Liga sind und mehr Erfahrung mitbringen“.

Andererseits bringt der TSVV-Coach selbst ungewohnt viel, noch wichtiger, fittes Spielerpersonal zum Heimspielauftakt mit. Mit Ausnahme von Ivan Nikolovski (weilt noch im Heimaturlaub in Mazedonien) können die Hausherren alle Stammkräfte aufbieten. „In dieser Breite hatten wir das schon länger nicht mehr“, freut sich Drechsel und rechnet sich daher auch gute Chancen auf den dritten Saisonsieg aus.

Mit von der Partie wird auch Neuzugang Edney Carvalho Noronha sein. Der 25-jährige Verteidiger debütierte bereits vor Weihnachten bei der knappen 87:92-Auswärtsniederlage in Leitershofen und stellt sich nun also an seiner neuen Heimspielstätte vor.

Noronha gibt Heimspieldebüt

„Edney hat mit Ivan und Finn (Liebig, d. Red.) auf einem Freiplatz in München gezockt und hat früher Regionalliga in Milbertshofen gespielt“, sieht Kilian Drechsel im Neuzugang vor allem einen guten Kommunikator in der Defense. Kein verkehrter Charakterzugewinn im Kampf um den Klassenerhalt.