Neue Hoffnung für Hautkrankheiten: Forschende entwickeln 3D-gedruckte Hautmodelle, um Schuppenflechte, Neurodermitis und Akne besser zu erforschen.
Schuppenflechte, Neurodermitis und Akne gehören zu den chronisch entzündlichen Hautkrankheiten, die etwa ein Viertel der europäischen Bevölkerung betreffen. Doch bisher war es sehr schwer, diese Krankheiten zu erforschen und geeignete Therapien zu entwickeln. Denn Tierversuche liefern bei Hautkrankheiten oft unzureichende Ergebnisse, da Tierhaut sich stark von menschlicher Haut unterscheidet.
Mit 3D-Biodruckern haben Forschende aus Wien jedoch Modelle aus echten menschlichen Zellen hergestellt, die chronische Entzündungen realistisch nachbilden. Diese Technologie ermöglicht es, neue Medikamente gezielt zu testen und Entzündungsreaktionen besser zu verstehen. Zwar sind die Entwicklungskosten derzeit noch hoch, doch langfristig könnte das Verfahren günstiger und effektiver sein als Tierversuche. Die große Hoffnung: eines Tages nicht nur Symptome wie bei Neurodermitis zu lindern, sondern die Krankheit tatsächlich heilen zu können.
Wie genau so ein Gewebe gedruckt werden kann und wie vielversprechend diese Methode ist, erklärt Prof. Georg Stary, Dermatologe und Professor für Dermatologie an der Medizinischen Universität Wien.