Die ersten 45 der insgesamt 120 Minuten fanden nach Absprache der beiden Chef-Trainer komplett nicht-öffentlich statt und endeten 0:0.
Mit folgender Aufstellung ging unser FCH in den zweiten Spielabschnitt: Uphoff – Mejdr, Gürleyen, Carstens, Reichardt – Dirkner, Schuster, Fatkic, Lebeau – Voglsammer, Naderi
Die Arminia war in den Anfangsminuten die etwas aktivere Mannschaft und kam über Telalovic zu einem ersten Abschluss auf die kurze Ecke, der von Uphoff pariert werden konnte (10.). Hansa tat sich in der ersten Phase dieses Spielabschnitts dagegen schwer, offensiv in Erscheinung zu treten und stellte die Bielefelder Abwehr kaum vor Probleme. Rund 15 Minuten nach Wiederanpfiff nahm Brinkmann fünf Wechsel vor und brachte Kinsombi, Pfanne, Neidhart, Dietze und Bergh in die Partie. Dafür verließen Lebeau, Carstens, Dirkner, Fatkic und Reichardt den Platz. Am Spielgeschehen änderte das erstmal nicht viel: Bielefed hatte weiter mehr Ballbesitz, wirklich gefährlich vor dem Kasten von Uphoff wurde es bis zum Pausenpfiff allerdings nur einmal, als Mehlem mit einem Flachschuss von der Strafraumkante knapp verzog (37.) . Den einzigen Abschluss für die Kogge hatte Andreas Voglsammer nach 35 Minuten, als er einen direkten Freistoß aus knapp 25 Metern neben das Bielefelder Tor setzte. Vor allem in den letzten zehn Minuten des Spielabschnitts kam unser FCH zu immer mehr Ballbesitz und gestaltete das Spielgeschehen ausgeglichener. Auch nach den zweiten 45 Minuten ging es für beide Mannschaften torlos in die kurze Pause vor dem letzten Seitenwechsel.
Für die verbleibenden 30 Minuten kamen sechs neue Kräfte ins Spiel. Hagemoser ersetzte Uphoff zwischen den Pfosten, auch Krauß, Bock, Holten, Gebuhr und U19-Talent Finn-Ole Lang bekamen Einsatzzeit. Dafür ging es für Mejdr, Voglsammer, Naderi, Gürleyen und Schuster unter die wohlverdiente Dusche.
Es blieb ein taktisch geprägtes Spiel ohne wirklich gefährliche Abschlüsse auf beiden Seiten. Dann hatte die Arminia etwas Platz und nutzte das gnadenlos aus. Felix Hagmann bekam den Ball im Strafraum serviert und traf ins lange Eck zum 0:1 aus Rostocker Sicht – etwas mehr als zehn Minuten vor Spielende. Hansa kam über Standardsituationen noch zu Abschlussgelegenheiten, die jedoch keine Torgefahr verursachten. Dann war Schluss und unser FCH musste sich dem Zweitligisten nach 120 intensiven Minuten knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Chef-Trainer Daniel Brinkmann zeigte sich nach Abpfiff zufrieden mit dem Testspiel bei winterlichen Bedingungen: „Ich habe einen ordentlichen Test von uns gesehen. Alle Spieler, die mit dabei waren, konnten Spielpraxis sammeln. Das Spiel war auf beiden Seiten recht chancenarm, beide Teams waren sehr diszipliniert gegen den Ball und taten sich schwer, sich mit Ball durchzuspielen. Das Gegentor war zwar vermeidbar, ist für mich aber eher zweitrangig. Alles in allem war das heute ein guter Test für uns.“