Die Vorbereitung ist vorbei und beim einzigen Test hat Fortuna die starken Eindrücke des Trainingslager untermauert. Beim 3:1 gegen Liberec gab es zwar erst wieder mehrere Verballer-Aktionen, dann aber den Sieg nach Toren von Trainingslager-Überraschung Zan Celar (26/81.), Hamza Anhari (21/87.) und Karim Affo (19/89.). Doch vor allem ein Spieler hat richtig Bock auf die Rückrunde gemacht.

Auch interessant

Anzeige

Auch interessant

Anzeige

Satoshi Tanaka (23) feierte sein Debüt für Fortuna Düsseldorf, nachdem er für 900.000 Euro von Sanfrecce Hiroshima kam. Und er zeigte direkt, warum Sven Mislintat (53) mit ihm unbedingt seinen ersten Deal machen wollte und ihm eine Ausstiegsklausel von zehn Millionen bzw. zwölf Mio. Euro für englische Klubs und einige Spitzenvereine verpasste.
Der Japaner hinterließ eine richtige Duftmarke, er dirigierte die Partie am Ball, kontrollierte das Tempo. Tanaka zeigte aber auch seine Krieger-Qualitäten, klaute dem Gegner mehrfach die Kugel. Was vor allem auffiel, war, wie clever der Sechser, der im Juli 2025 sein Debüt in der japanischen Nationalmannschaft feierte, seinen Körper einsetzt und wie viel Ruhe er am Ball hat. Da erinnerte Tanaka sehr an seinen Namens-Vorgänger Ao Tanaka (27/jetzt Leeds), der allerdings lange brauchte, um so richtig in Düsseldorf anzukommen.

Fortunas B-Elf schafft die Wende

Sechs Tage vor dem Rückrundenstart in der 2. Liga gegen Bielefeld (18.30 Uhr/Sky) macht Tanaka den Eindruck, als bräuchte er keine große Anpassungsphase. Wobei die erste Zweitliga-Aufgabe sicher auch eine schwierigere wird als der Sechste der ersten tschechischen Liga. Liberec hat eine viel längere Pause als die deutschen Vereine, hat sein letztes Pflichtspiel am 14. Dezember bestritten und startet erst zwei Wochen nach Fortuna ins zweite Liga-Halbjahr.

Trotzdem zeigten Tanaka und auch viele seiner Kollegen, dass die Wende im neuen Jahr drin ist. Es war aber auch deutlich, dass die Spieler von Markus Anfang (51) nach den intensiven Tagen in Marbella eine Pause brauchen, in der zweiten Halbzeit ging gegen Liberec bei der A-Elf nicht mehr so viel, so traf Liberec.
Nach einer Stunde wechselte Anfang aber komplett durch und es gab die verdiente Wende. So macht die Woche in Spanien total Mut für die Rückrunde. Ab nächsten Freitag reichen Mutmacher aber nicht, da müssen genauso gute Ergebnisse her wie gegen Liberec…