Nach dem 3:1-Testspielsieg von Zweitligist Fortuna gegen den tschechischen Erstligisten Slovan Liberec ist es zu einer Attacke von mutmaßlichen Hooligans gekommen. Eine größere Gruppe von Unbekannten stürmte auf das „Atalaya Football Center“ in Marbella zu und wollte sich Zutritt zur Anlage verschaffen. Das Sicherheitspersonal vor Ort reagierte allerdings rechtzeitig, schob das große Eingangstor zu und verriegelte es. Beide Mannschaften und einige Fans aus Düsseldorf hatten sich zu diesem Zeitpunkt noch auf der Anlage aufgehalten.
Die unbekannten Angreifer traten und schlugen mehrfach gegen das verriegelte Tor, warfen leere Getränkedosen sowie Flaschen über die Mauern und riefen Naziparolen. Mindestens eine Person zeigte außerdem einen Hitlergruß. Nach einigen Minuten beruhigte sich die Situation, sodass Fortuna, deren Mannschaftsbus nur wenige Meter neben dem Eingang geparkt hatte, sowie alle verbliebenen Fans die Anlage sicher verlassen konnten. Die Verdächtigen flüchteten, zu Schaden kam ersten Erkenntnissen zufolge niemand.
Das Spiel gegen Liberec hatte die Truppe von Trainer Markus Anfang zuvor hochverdient gewonnen. Obwohl sie weitgehend überlegen war und sich erneut eine Vielzahl an Chancen erspielte, befand sie sich lange Zeit aber auf der Verliererstraße. Wie schon in der Hinrunde brachte sie den Ball – anders als die Tschechen – schlichtweg nicht über die Linie. In der Schlussphase platzte der Knoten allerdings: Nach einer Ecke erzielte zunächst Zan Celar den Ausgleich, ehe Hamza Anhari und Karim Affo die Partie drehten.
Am vergangenen Sonntag war Fortuna an die Costa del Sol gereist, um sich eine Woche lang auf die Rückrunde vorzubereiten. Bis zur Attacke der mutmaßlichen Hooligans war das Trainingslager ohne jegliche Zwischenfälle verlaufen. Die Anfang-Truppe hatte in Südspanien durchweg fokussiert und intensiv gearbeitet, um sich schnell aus den Fängen des Abstiegsstrudels befreien zu können.