Hamburg – An der Außenalster, mitten im Herzen der Hansestadt, spielte sich am Wochenende eine kleine Wintertragödie ab. Was für Hamburger ein beliebter Spazierweg ist, wurde plötzlich zum Schauplatz einer Zerstörungswut – und danach zu einem Symbol für Zusammenhalt.
Auf einer Brücke an der Alster hatte ein Unbekannter zuvor eine liebevolle Schneemann-Parade gebaut. Kleine Figuren, dicht an dicht, sorgten bei Spaziergängern für gute Laune. Doch dann kam der Schock.
Ein Video im Internet zeigt, wie ein schwarz gekleideter Mann über die Brücke geht – und die vielen kleinen Schneemänner mutwillig mit seiner Hand umstößt. Sekunden später liegen die zerstörten Figuren im Schnee. Die Empörung ließ nicht lange auf sich warten!
Hamburg reagiert mit Herz: Rüpel zerstört Schneemann-Parade
Quelle: BILD10.01.2026
Die Wut auf den Schneemann-Killer
Binnen kurzer Zeit sammelten sich fast 10.000 Kommentare: „Wieso tut man so was?!“, „Wie verbittert muss man sein?“, „Was treibt Leute dazu an, die Freude und den Spaß anderer Menschen zu zerstören?“ oder „Was können die schönen Schneemänner dafür, wenn man seinen Frust sooooo ablassen muss?“

Die Schneemänner tragen farbenfrohe Strickmützen
Foto: Thomas Knoop

Ein Schneemann reiht sich auf der Krugkoppelbrücke an den anderen
Foto: Thomas Knoop

Auch einen Schneemann als HSV-Fan gibt es
Foto: Thomas Knoop

Die Kreativität der Hamburger kennt kaum Grenzen: Ein Schneemann steht sogar auf dem Kopf
Foto: Thomas Knoop
Alle bauen neue Schneemänner
Doch dabei blieb es nicht: Plötzlich strömten Hunderte Menschen zur Alster, Familien, Kinder, Paare, Freunde. Mit Karotten, Schals, Mützen – und jeder Menge guter Laune, trotz Winter und Minusgraden.
Sie hatten nur ein Ziel: neue Schneemänner bauen. Und was für welche. Groß. Klein. Lustig. Elegant. Kreativ. Einer schöner als der andere.

Ein Schneemann als Skifahrer
Foto: Thomas Knoop

Eine Polizistin stellt ebenfalls einen neuen Schneemann auf die Brücke an der Alster
Foto: Thomas Knoop

Liebevoll dekoriert: einer der vielen Hundert neuen Schneemänner an der Alster
Foto: Thomas Knoop
Auch die Polizei zeigt Solidarität
Die zerstörten Schneemänner wurden zum Symbol – und die neuen zu einer eisigen Liebeserklärung an die Stadt. Auch die Polizei zeigte Herz: Eine Streifenwagenbesatzung stoppte an der Krugkoppelbrücke, und eine Beamtin baute dort ebenfalls einen kleinen Schneemann. Anwesende waren begeistert.
Die Botschaft der Hamburger: Ihr könnt unsere Schneemänner zerstören – aber nicht unseren Zusammenhalt. Hamburg hält zusammen.

Meike (58) baut an der Alster mit einer Schneeball-Presse neue Schneemänner
Foto: Thomas Knoop
Meike (58) kam extra aus Norderstedt (Schleswig-Holstein) zur Alster, sie hatte eine Schneeball-Presse mitgebracht: „Ich habe den Aufruf im Internet gelesen. Zu einem Flashmob, um neue Schneemänner zu bauen, doppelt so viele wie vorher. Das ist einfach wunderschön, was hier gerade passiert. Jetzt schon stehen hier hunderte neuer Schneemänner.“