Bayers Mini-Serie reißt 

Bundesliga: Stuttgart überrollt Leverkusen – Matchwinner Leweling mit Doppelpack

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Bayer 04 Leverkusen hat nach zwei Ligasiegen in Folge zum Jahresauftakt eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Die Werkself von Trainer Kasper Hjulmand geriet vor heimischem Publikum gegen den VfB Stuttgart mit 1:4 unter die Räder. Matchwinner bei den Schwaben war Doppelpacker Jamie Leweling. Der VfB zieht in der Tabelle durch den Dreier mit Leverkusen und RB Leipzig gleich, das Spiel der Sachsen beim FC St. Pauli war zuvor allerdings witterungsbedingt abgesagt worden.

Leverkusen erlebte ohne den verletzten Torjäger Patrik Schick einen gebrauchten Tag. Schick sah auf der Tribüne leidend mit an, wie sein Team schon in der ersten Halbzeit komplett auseinandergenommen wurde. Schon in der zweiten Minute bewahrte Leverkusens Torhüter Mark Flekken sein Team nach einem Leweling-Kopfball vor einem Rückstand.

Nur fünf Minuten später war er dann nach einem Traum-Zuspiel von Deniz Undav auf Leweling machtlos. Der angeblich vom Premier-League-Club Bournemouth umworbene VfB-Angreifer drehte so richtig auf und spielte die Bayer-Defensive schwindelig. Das vermeintliche 2:0 von ihm wurde nach einer vorherigen Abseits-Position von Undav nach einer Viertelstunde noch abgepfiffen. Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit war Flekken dann bei Lewelings ansatzlosem und trockenem Weitschuss erneut machtlos.


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Zwischenzeitlich hatte Maximilian Mittelstädt vom Punkt aus bereits auf 2:0 erhöht, weil Jeanuel Belocian Gegenspieler Josha Vagnoman allzu ungestüm im eigenen Strafraum gefoult hatte. Als Undav in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gar auf 4:0 erhöhte, gab es bei den mitgereisten VfB-Fans im Gästeblock kein Halten mehr. „Einer geht noch, einer geht noch rein“ und „Bayer Null Vier“ höhnte der VfB-Anhang angesichts des unerwarteten Halbzeitstandes.

VfB-Coach Hoeneß erlebte in seinem zwölften Pflichtspiel als Trainer gegen Leverkusen seinen ersten Sieg gegen die Werkself überhaupt. Zur Pause reagierte Bayer-Trainer Hjulmand zwar mit einem Doppelwechsel und nahm Belocian und Tella vom Feld. Auch mit Loic Badé und Ernest Poku wurde es indes nicht signifikant besser. Zwar hatten die Gastgeber nun deutlich mehr Ballbesitz, weil sich Stuttgart zurückzog, machte daraus aber kaum etwas. Wenn es halbwegs gefährlich wurde, rettete VfB-Keeper Alexander Nübel zur Not bravourös.