Standdatum: 10. Januar 2026.
Autorinnen und Autoren:
Folkert Lenz
Bild: Radio Bremen
Für 2026 sind acht Starts der Ariane-6-Raketen geplant. In Bremen wird das elektronische „Gehirn“ des Fluggeräts gebaut. Und die Produktion soll weiter steigen.
Am Bremer Standort des deutsch-französischen Raumfahrtunternehmens Ariane Group blickt man zuversichtlich auf das Jahr 2026. So werden allein in diesem Jahr acht der neuen Ariane-6-Raketen produziert und gestartet. Danach soll die Produktion noch schneller werden.
Neun oder zehn Starts der europäischen Schwerlastrakete Ariane 6 pro Jahr peilt der Raumfahrtkonzern auf lange Sicht an. Alle 40 Tage soll eine Rakete die Werke verlassen – sagt der Chef der Ariane Group GmbH, Pierre Godart. Bremen liefert das elektronische „Gehirn“ des Fluggeräts und den Frachtraum zu, die so genannte Oberstufe.
Ariane Group will militärische Projekte vorantreiben
Aktuell habe man Aufträge für 30 weitere Raketenstarts der Ariane vorliegen, hieß es jetzt. Bis zum Ende des Jahrzehnts gebe es aber noch freie Transportkapazitäten. Diese könnten beispielsweise von den europäischen Armeen benutzt werden, um Militär-Satelliten ins All zu bringen. Das Unternehmen will sich in diesen Zeiten weiter für militärische Projekte öffnen. Das Weltall sei ein Raum für Macht, Einfluss, aber auch für Konflikte, sagte Godart in Bremen.
Quasi im Verborgenen stellt die Ariane Group schon seit Jahren Atom-Raketen des Typs M51 für die französische U-Boot-Flotte her. Dieser Arbeitsbereich sei im Konzern sogar volumenmäßig größer als der Bau der Ariane-Raketen.
Quelle:
buten un binnen.
Dieses Thema im Programm:
Bremen Eins, Nachrichten, 10. Januar 2026, 10 Uhr
