Erst 2025 konnten wir dieses Phänomen beobachten: Der Animationsfilm Ne Zha 2 spielte allein in China umgerechnet 2,2 Milliarden US-Dollar ein und stellte damit weltweit gleich mehrere Box-Office-Rekorde auf. Hierzulande lief die Fantasy-Fortsetzung zwar auch im Kino, allerdings nur limitiert und deshalb natürlich nicht annähernd so erfolgreich.

Die Science-Fiction-Komödie Hi, Mom aus dem Jahr 2021 (nicht zu verwechseln mit Brian De Palmas gleichnamiger 70er-Jahre-Comedy mit Robert De Niro) lief hingegen ausschließlich im asiatisch-pazifischen Raum, weshalb wohl nur die wenigsten Filmfans in Deutschland mitbekommen haben dürften, dass es den Streifen überhaupt gibt.

An dem überragenden Erfolg in China änderte dies jedoch nichts: Hi, Mom machte dort 821 Millionen US-Dollar Umsatz, die mit den Veröffentlichungen in anderen asiatischen Ländern und Australien auf insgesamt über 839 Millionen anwuchsen. Damit rangiert die Zeitreise-Komödie auf Platz 19 der weltweit erfolgreichsten Sci-Fi-Filme aller Zeiten, also sogar noch vor Genre-Blockbustern wie Inception und Independence Day (via Wikipedia ).

Sci-Fi-Comedy aus China: Darum geht es in Hi, Mom

Hi, Mom ist das Regiedebüt der chinesischen Comedienne Ling Jia (Yolo), die zugleich auch als Drehbuchautorin und Hauptdarstellerin des Films fungierte. Sie spielt darin die Enddreißigerin Jia Xiaoling, deren Mutter Li Huanying bei einem Autounfall tödlich verunglückt ist. Die trauernde Jia bereut es bitterlich, dass die Beziehung der beiden nicht immer die beste war und ihre Mutter nicht all ihre Träume erfüllen konnte.

Durch eine mystische Fügung erhält Jia jedoch eine zweite Chance, um dies rückgängig zu machen: Per Zeitreise gelangt sie aus dem gegenwärtigen 2001 ins Jahr 1981, wo sie prompt auf ihre nun etwa gleichaltrige Mama (Xiaofei Zhang) trifft. Sie freundet sich mit ihr an und setzt fortan alles daran, Li Huanying ein glücklicheres Leben als das vorherige zu bescheren. Doch was wird das für Jias eigene Zukunft bedeuten?

Hi, Mom erreichte weltweiten Kino-Meilenstein

Der erstaunliche Erfolg von Hi, Mom an den Kinokassen sorgte für einen bemerkenswerten zwischenzeitlichen Weltrekord, der aufhorchen lässt: So war die Sci-Fi-Komödie für knapp zwei Jahre der umsatzstärkste Film überhaupt, bei dem eine weibliche Regisseurin alleine Regie führte, wie damals u. a. Forbes  berichtete. Erst der Release von Greta Gerwigs Fantasy-Komödie Barbie in 2023 konnte diese Errungenschaft noch übertrumpfen.

Doch werden die Macher:innen von Hi, Mom dies verschmerzen können, schließlich gewann das Werk in Asien zahlreiche Branchenpreise und gilt ebendort ohnehin seit seiner Veröffentlichung als einer der beliebtesten Filme aller Zeiten.

Bei uns ist der Zeitreise-Spaß zwar in keinem Streaming-Angebot zu finden, anschauen könnt ihr Hi, Mom aber trotzdem. Den Film gibt es nämlich komplett und kostenlos bei YouTube im Mandarin-Originalton mit englischen Untertiteln.