Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Oreschnik-Rakete traf offenbar ukrainische Waffenfabrik
Aktualisiert am 11.01.2026 – 08:36 UhrLesedauer: 26 Min.
Oreschnik-Sprengkopf schlägt bei Lwiw ein (Quelle: Screenshot/Bluesky@specialkhersoncat.bsky.social)
Eine russische Mittelstreckenrakete hat offenbar ein wichtiges Ziel getroffen. Nach einem Großangriff sind Tausende Wohnhäuser in Kiew unbewohnbar. Alle Entwicklungen im Newsblog.
In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben der Behörden an den Folgen eines nächtlichen ukrainischen Drohnenangriffs gestorben. „Zu unserem großen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentrümmer erlitten hat“, teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit. Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.
Nach Angaben Gussews handelt es sich um einen „der schwersten Drohnenangriffe seit Beginn der militärischen Spezialoperation“ auf die Stadt. Mit dem Begriff bezeichnen russische Funktionäre den von Kremlchef Wladimir Putin vor knapp vier Jahren befohlenen Krieg gegen die Ukraine.
Die russische Oreschnik-Mittelstreckenrakete, die in der Nacht auf Freitag abgefeuert wurde, hat offenbar ein ukrainisches Rüstungsunternehmen getroffen. Nach neuen Erkenntnissen des Institute for the Study of War schlug die Rakete in einer Firma in der Stadt Lwiw ein.
Demnach habe Russland den jüngsten Oreschnik-Angriff ausdrücklich genutzt, um westliche Staaten davon abzuhalten, nach Kriegsende Truppen in die Ukraine zu entsenden. Es war das zweite Mal, dass Russland die Ukraine mit einer Oreschnik-Rakete angegriffen hatte.
Video | Der Einschlag der Oreschnik-Rakete im Video
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Nach großflächigen Stromausfällen infolge russischer Angriffe hat die staatliche Eisenbahngesellschaft Ukrzaliznytsia sieben sogenannte „Unverwundbarkeitswaggons“ in der Oblast Kiew aufgestellt.
Drei dieser beheizten Aufenthaltswagen stehen in Browary, zwei in Boryspil und zwei in Wassylkiw am Bahnhof Wassylkiw-Zentrum. Die Waggons bieten jeweils Platz für rund 40 Personen und ermöglichen es den Menschen, sich aufzuwärmen, Geräte zu laden, über Starlink ins Internet zu gehen und kostenlosen Tee zu trinken.
Wie Ukrzaliznytsia auf Telegram mitteilte, sind die Waggons zudem kindgerecht ausgestattet – mit Spielen, Büchern, Malvorlagen und Cartoons. Für Besucher mit Haustieren stehen tierfreundliche Bereiche mit Leckerlis zur Verfügung. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Ministerium für Gemeindeentwicklung sowie der Militärverwaltung der Oblast Kiew umgesetzt. Unterstützt wird es von den NGOs All Hands and Hearts, World Central Kitchen, White Stork und der Hachiko Foundation.
