Newsblog zur US-Politik

Maduro meldet sich erstmals aus dem Gefängnis

Aktualisiert am 11.01.2026 – 09:07 UhrLesedauer: 26 Min.

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Nicolás Maduro auf dem Weg vom Gefängnis zum Gericht: Er hat sich geäußert. (Quelle: IMAGO/CNP/ABACA/imago)

Nicolás Maduro hat sich erstmals aus der US-Haft gemeldet. US-Bürger sollen Venezuela verlassen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die linksgerichtete Regierung in Nicaragua hat am Samstag nach eigenen Angaben zahlreiche Häftlinge freigelassen. „Dutzende Menschen, die sich im nationalen Strafvollzugssystem befanden, sind zu ihren Familien nach Hause zurückgekehrt“, erklärte die Regierung und bezeichnete dies als „Symbol“ für die Bereitschaft von Präsident Daniel Ortega zu „Dialog“ und „Frieden“.

„Heute ‚feiert‘ die brutale Diktatur von Murillo-Ortega 19 Jahre einer eigentlich auf fünf Jahre befristeten demokratischen Amtszeit“, erklärte die zuständige Abteilung im US-Außenministerium am Samstag im Onlinedienst X. Die Nicaraguaner hätten 2006 „einen Präsidenten gewählt, keine illegitime lebenslange Dynastie“.

Die US-Vertretung in Managua hatte am Freitag erklärt, während „Venezuela einen wichtigen Schritt in Richtung Frieden getan hat, indem es eine große Zahl politischer Gefangener freigelassen hat“, seien in Nicaragua „mehr als 60 Menschen weiterhin zu Unrecht in Haft oder verschwunden“.

Der bei einem US-Militäreinsatz entmachtete und in den USA inhaftierte venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat sich nach Angaben seiner Familie aus dem Gefängnis zu Wort gemeldet. „Uns geht es gut. Wir sind Kämpfer“, zitierte Nicolás Maduro Guerra seinen Vater in einem Video, das am Samstag (Ortszeit) von Venezuelas Regierungspartei PSUV veröffentlicht wurde. „Seid nicht traurig“, sagte Maduro demnach seinen Anwälten im Gefängnis in New York.

Nach einem Bericht der britischen Boulevard-Zeitung Daily Mail soll US-Präsident Donald Trump die US-Militärführung nach einem Plan gefragt haben, wie eine Invasion Grönlands aussehen könnte. Dabei sei er aber auf Widerstand gestoßen.

Die Zeitung will erfahren haben, dass der Trump-Berater Stephen Miller und andere Hardliner eine Militäraktion befürworten. Aus Kreisen des Militärs sei aber Skepsis zu vernehmen, so die Zeitung. Das „Joint Special Operations Command“, eine Spezialeinheit, sollte demnach erste Entwürfe machen. Die Chefs der US-Militäreinheiten sehen eine Invasion aber als illegal an, hieß es. Die Trump-Regierung hatte militärische Schritte gegen Grönland nicht ausgeschlossen, allerdings bislang keine weiteren Details genannt.