Extremsport im Veitsbad
Eisschwimmer wagen sich in 0,6 Grad kaltes Wasser
11.01.2026 – 09:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Eisschwimmer im Veitsbad: Zum Start mussten sie ins 0,6 Grad kalte Wasser springen. (Quelle: David Osswald)
Bei nur 0,6 Grad Wassertemperatur sind Eisschwimmer in Veitsbronn zum Wettkampf angetreten. Dabei stand das Event kurz zuvor noch auf der Kippe.
Am Samstag (10. Januar) hat im Freibad von Veitsbronn der dritte Veitsbadcup für Eisschwimmer stattgefunden. Die Wassertemperatur im Becken lag lediglich zwischen 0,5 und 0,6 Grad. Der Wettbewerb umfasste Strecken von 50 bis 500 Metern in verschiedenen Schwimmstilen. Die Organisatoren sagten längere Distanzen über 1.000 Meter für Sonntag ab.
Die extremen Bedingungen forderten die Athleten heraus. Kilian Graef, ein erfahrener Eisschwimmer, erzählt: „Aber es war schon auch mal ein Schock, als man reingegangen ist, auch wenn man oft trainiert hat.“ Er beschreibt das erste Gefühl im eiskalten Becken: „Wie so 1.000 Nadelstiche hat es wehgetan, und dann ging es aber.“
Thomas Hamann aus München empfand die Wassertemperatur ebenfalls als Herausforderung. Der Schwimmer berichtet: „Man hat dann nach 100 Metern schon tatsächlich die Finger und die Fußspitzen nicht mehr gespürt.“
Für die Sicherheit der Sportler waren Rettungsdienst und Wasserwacht im Einsatz. Aufgrund der extremen Wetterverhältnisse stand die Veranstaltung kurz vor der Absage. Helfer hatten in den Tagen zuvor Eisschollen aus dem Becken entfernt, um den Wettkampf zu ermöglichen.
